Bauhof Kooperation zugunsten der Natur

Sachsenheim / bz 18.06.2018

Der Baubetriebshof (BBH) der Stadt Sachsenheim und der Vorstand der Nabu-Gruppe Sachsenheim setzten sich vor Kurzem zusammen, um die Pflege von Böschungen und Wegrändern außerhalb der Siedlungen zu besprechen. Nabu-Vorsitzender Martin Buck und sein Stellvertreter Christoph Kaup hatten dem Bauhof laut einer Mitteilung eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet, welche Strecken besonders gepflegt werden sollen.

Bereits im vergangenen Jahr war die Kooperation vereinbart worden. Das städtische Museum zeigte eine Schmetterlingsausstellung und hatte Christoph Kaup für zwei Schmetterlingsführungen in Spielberg gewonnen. Die mehr als 100 Teilnehmer konnten an den Wegrändern und Böschungen eine ungewöhnlich große Zahl von Schmetterlingen verschiedener Arten bewundern.

Blumenwiesen anlegen

Schnell war Nabu und BBH klar, dass der Artenreichtum nur bei einer guten Pflege der Areale durch die Stadt Sachsenheim erhalten bleiben würde. Zwar gibt es vor allem im Kirbachtal noch etliche Blumenwiesen, aber oft wird, auch auf privaten Grundstücken, zu früh und zu häufig gemäht. Auf den Ackerflächen hält man vergebens nach einer Wildblumen Ausschau, teilt der Nabu mit.

Die Baubetriebshofleiter Neil-David Sinclair und Nicole Toussaint-Prella haben mit ihrem Team bereits einige Maßnahmen umgesetzt, heißt es weiter. Das Mulchgerät wurde entsprechend umgebaut, um Schmetterlings­raupen, Käfer und Heuschrecken am Boden zu schützen. Blühende Pflanzen werden stehen gelassen. Die Pflege des Grüns innerhalb der Siedlungen wurde vereinfacht, um Arbeitszeit für die Pflegemaßnahmen in der freien Fläche zu gewinnen. Es wurden in Absprache mit dem städtischen Naturschutz-Beauftragten Alois Danner zusätzliche Flächen ausgewählt, die nicht mit dem Mulchgerät, sondern mit dem Balkenmäher oder Freischneider bearbeitet werden. Der Schnitt wird entfernt, um die Erde auszumagern und Wildblumen zu fördern. Auch wurden Böschungsgräben festgelegt, in denen Brombeeren und Gehölze entfernt werden, um Wildblumen und Stauden zu fördern.

Auch die Brennnesseln werden nur noch von Oktober bis April entfernt. Sie sind für Schmetterlinge wie Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Admiral, Landkärtchen und C-Falter unverzichtbar. Die Kooperation wird fortgeführt. Im Juli soll ein Treffen vor Ort stattfinden. Christoph Kaup und Alois Danner wollen die Bedeutung der verschiedenen Pflegemaßnahmen anschaulich untermauern.    

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel