Beschluss Knapp eine Million Euro für Brücken-Neubau

Einstimmig hat das Vaihinger Gemeinderat den Baubeschluss für den Bau der Brücke über den Kreuzbach bei Aurich gefasst.
Einstimmig hat das Vaihinger Gemeinderat den Baubeschluss für den Bau der Brücke über den Kreuzbach bei Aurich gefasst. © Foto: Arning
Vaihingen / aa 02.11.2018

Die nur 4,90 Meter breite Gewölbe-/Bogenbrücke mit einer angehängten Fußgängerbrücke im Stadtteil Aurich ist nach der Ansicht von Experten aus zwei beauftragen Ingenieurbüros in einem schlechten Zustand und sollte dringend erneuert werden. Am Gewölbe gibt es offensichtlich Schäden, die sich nach Ansicht der Prüfer ausbreiten könnten. Auch wird die Absturzsicherung als zu gering angesehen. Die Brücke auf der Abkürzungsroute nach Nussdorf wird als „Sammelstraße“ eingestuft. Sie darf nur mit Fahrzeugen bis zu einem Gesamtgewicht von sechs Tonnen befahren werden.

Jetzt soll das Bauwerk zwei jeweils drei Meter breite Fahrspuren und beidseitige Gehwege von 1,70 Metern erhalten. Der bisher eingeschränkte Begegnungsverkehr wäre damit gewährleistet. Und auch der Kreuzbach würde einen verbesserten Querschnitt erhalten. Die neue Brücke muss auf zwölf Meter in den Untergrund gründende Pfähle gesetzt werden.

Es soll ruhig bleiben

In Aurich legt man Wert darauf, den Bereich des an der Sonnenbergstraße liegenden Spielplatzes durch verkehrsberuhigende Maßnahmen weiter zu schützen. Eine Tempo-30-Zone gibt es hier bereits. Auch soll der LKW-Verkehr weiter durch den engen Ortskern, in dem an etlichen Stellen ebenfalls kein Begegnungsverkehr möglich ist, geleitet werden. Denn das Einfahren von der Sonnenbergstraße auf die Nussdorfer Straße ist kaum machbar.

„Der Ortschaftsrat hat die Maßnahme einstimmig befürwortet“, bekräftigte im Gemeinderat Ortsvorsteherin Helga Eberle (FDP), „wir brauchen in der Sonnenbergstraße eine moderne Brücke.“ Die Abkürzung werde doch ohnehin von jedem Ortskundigen genommen. Und in der Sonnenbergstraße würden letztlich weniger Anwohner belästigt.

So sahen es auch die Sprecher der anderen Fraktionen. „Der Verkehr fließt ja eh schon hier durch“, so Thomas Essig (Grüne, Ensingen), der ursprünglich für einen einspurigen Neubau gewesen war. Es sei insgesamt eine Summe der Abwägung, die für die vorgeschlagene Variante spreche, fand Eberhard Berg (SPD, Kleinglattbach).

Als Kosten für den Umbau und die Anpassung der Verkehrsanlagen werden neu 225 000 Euro genannt. Die neue Brücke wird inklusive Abbruch der alten Anlage mit 610 000 Euro kalkuliert. Dazu kommen Honorarkosten von rund 120 000 Euro. Für den reinen Brückenbau rechnet die Stadt mit einem Zuschuss aus dem kommunalen Sanierungsfonds in Höhe von 50 Prozent. Baubeginn soll nach der jetzigen Planung im Frühjahr 2019 sein. Als Bauzeit werden acht Monate angenommen. Über die Umleitung hat man sich allerdings noch keine Gedanken gemacht.

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