Finanzen In der „Leimengrube“ soll sich Gewerbe ansiedeln

Da einige Unternehmen in Hohenhaslach erweitern möchten, soll im Anschluss an das Firmengebäude von Heizöl Baumgärtner (links) ein neues Gewerbegebiet entstehen. Dies soll im kommenden Jahr erfolgen.
Da einige Unternehmen in Hohenhaslach erweitern möchten, soll im Anschluss an das Firmengebäude von Heizöl Baumgärtner (links) ein neues Gewerbegebiet entstehen. Dies soll im kommenden Jahr erfolgen. © Foto: Martin Kalb
Sachsenheim / Von Michaela Glemser 10.07.2018

Auch wenn das Jahr 2018 gerade einmal zur Hälfte vergangen ist, wirft das Etatjahr 2019 in Sachsenheim schon seine Schatten voraus. Die Ortschaftsräte in Hohenhaslach haben in ihrer jüngsten Sitzung detailliert besprochen, welche Finanzmittel im kommenden Jahr in ihrem Stadtteil investiert werden sollen.

„Wir erhoffen uns vor allem, dass wir beim neuen Seniorenzentrum in Hohenhaslach einen entscheidenden Schritt vorankommen. Es haben sich bereits einige Bürger gemeldet, die Grundstücke für den Bau des Pflegeheims angeboten haben“, betont Ortsvorsteher Alfred Xander.

„Wir setzen darauf, dass dieses Projekt im kommenden Jahr weiter deutlich vorangetrieben wird“, so  Xander weiter.

Zudem ist es ihm und seinen Ortschaftsräten wichtig, dass Hohenhaslach seine Infrastruktur mit den örtlichen Handwerks- und Industriebetrieben dauerhaft erhalten kann. Da einige Hohenhaslacher Unternehmer ihre Firmen jedoch erweitern möchten, ist die Erschließung eines neuen Gewerbegebiets notwendig. Auch dies soll im kommenden Jahr auf einer Teilfläche in der Leimengrube am Lochweg erfolgen.

„Der aktuelle Flächennutzungsplan erlaubt uns, ein Drittel der Freifläche zu erschließen. Wir wollen nicht, dass sich unsere heimischen Gewerbebetriebe woanders ansiedeln“, macht Ortsvorsteher Xander deutlich. Es gibt schon Interessenten für die neuen Gewerbegrundstücke, die nicht nur aus Hohenhaslach, sondern auch dem gesamten Stadtgebiet Sachsenheim kommen.

Ein langgehegter Wunsch der Ortschaftsräte ist auch die Erstellung eines Spielplatzes in Niederhaslach an der Rechentshofer Straße. Doch die Stadt Sachsenheim besitzt dort keine geeigneten Grundstücke mehr. „Vielleicht findet sich ein privater Grundstücksbesitzer, der bereit ist, seine Fläche der Stadt für eine bestimmte Zeit zu verpachten. Ähnlich sind wir auch beim Spielplatz an der Kelter in Hohenhaslach vorgegangen“, erklärt Alfred Xander. Die private Fläche könnte so auf Pachtbasis als Spielplatz genutzt und später wieder zurückgebaut werden.

Jedes Jahr haben die Hohenhaslacher Ortschaftsräte ebenfalls die Asphaltierung des Spielberger Wegs auf ihrer Wunschliste. „Eigentlich ist dieser Weg auch ein Weinbergweg, der asphaltiert werden müsste. Es fehlt auch nur noch ein kleines Teilstück“, so Alfred Xander. Besagter Weg, der am Häckselplatz in Hohenhaslach vorbeiführt, wird im Sommer häufig befahren und sorgt bei Trockenheit für eine enorme Staubentwicklung, mit der die angrenzenden Bewohner zu kämpfen haben.

An der Kirbachtalhalle stehen 2019 einige Renovierungsarbeiten beispielsweise an den Fenstern oder in den Sanitärräumen an. Weiterhin wollen die Ortschaftsräte den Wunsch der evangelischen Kirchengemeinde unterstützen, deren Vertreter in Hohenhaslach eine Waldkindergartengruppe eröffnen möchten.

Weitere Anliegen

Ein weiteres Anliegen ist die Erstellung einer Fußwegeverbindung vom örtlichen Lebensmittelmarkt in der Horrheimer Straße zum Wohngebiet an der Vaihinger und Rechentshofer Straße. „Es gibt zwar schon einen Fußweg, aber dieser beginnt erst ein Stück hinter dem Lebensmittelmarkt in Richtung Horrheim. Fußgänger müssen bisher dieses Wegstück auf der viel befahrenen Horrheimer Straße zurücklegen, auf der kein Gehsteig vorhanden ist“, berichtet Alfred Xander. Ob die angemeldeten Finanzmittel der Hohenhaslacher Ortschaftsräte auch tatsächlich von den Gemeinderäten der Stadt bewilligt werden, müssen die Haushaltsberatungen für das Jahr 2019 zeigen.

2200 Quadratmeter sind nötig fürs Seniorenzentrum

Das Areal für das neue Seniorenzentrum  in Hohenhaslach muss mindestens 2200 Quadratmeter groß sein und könnte Platz für ein dreigeschossiges Gebäude mit Wohnungen für Betreutes Wohnen sowie Räumlichkeiten für eine Pflegewohngemeinschaft bieten.

Ein entsprechendes Konzept der Evangelischen Altenheimat in Zusammenarbeit mit der FWD Hausbau fand bereits das Wohlwollen der Ortschaftsräte von Hohenhaslach. mig

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