Am Montag, 23. März, startet in Ochsenbach eine "Maßnahme, die vom ganzen Ortsteil herbeigesehnt wird", sagt Jürgen Rind, der zuständige Leiter des Teams Hochbau im Sachsenheimer Rathaus. Die Arbeiten für den Anbau an die örtliche Mehrzweckhalle, die Sonnenberghalle, beginnen. Vor allem die Vereine warten bereits lang auf die rund 80 Quadratmeter große Zusatzfläche auf der westlichen Seite. Denn dadurch soll die prekäre Situation in den Lagerräumen dauerhaft aufgelöst werden. An Platz fehlt's beispielsweise für vor Ort gelagerte Sportgeräte massiv.

Doch nicht nur an dieser Stelle soll sich bald Entspannung einstellen. Die Sicherheit in der etwa 35 Jahre alten Sonnenberghalle wird erhöht. So soll künftig ein zusätzlicher Fluchtweg durch den Anbau nach außen führen, erklärt Jürgen Rind. Auch die Sicherheitstechnik wird angegangen. Die Immobilie bekommt zum Beispiel neue Türen. "Insgesamt ist die Halle dann technisch und sicherheitsrechtlich auf einem modernen Stand", erklärt er.

Dritter Aspekt, der mit dem Anbau verbunden ist: Die geänderte Logistik wird auch eine bessere Nutzung der Küche nach sich ziehen, vor allem bei der Essensausgabe. Oftmals wird in der Mehrzweckhalle bewirtet, für die Ehrenamtlichen soll alles komfortabler werden - allerdings noch nicht sofort, so Jürgen Rind. Mit den aktuellen Arbeiten werde zunächst das Platzpotenzial geschaffen, die Küche soll indes erst später erneuert werden.

In viele Arbeiten sind örtliche Handwerkerfirmen eingebunden. Insgesamt sind rund 180 000 Euro veranschlagt - erst mal, denn, so Jürgen Rind, man müsse bei den Arbeiten ins Bestandsgebäude eingreifen, und dort gebe es viel Potenzial für Überraschungen. So ist beispielsweise bereits Mineralwolle in den Wänden gefunden worden, die "mit Umsicht durch eine Fachfirma beseitigt werden muss. Das bringt den Ablauf und die Kosten durcheinander", so Jürgen Rind.

Der Hochbaukran wird für die Dauer der Bauarbeiten an der Tannenbrunnenstraße aufgestellt. Der Gehweg wird für Fußgänger in dieser Zeit nicht benutzbar sein. Auch die Halle selbst wird während einzelner Abschnitte zugemacht, hierzu werde es separate Verlautbarungen an die Schule oder die Vereine geben, kündigt der Experte an. Die Komplettmaßnahme dauert bis zum Ende des Sommers. Jürgen Rind: "Wir hoffen, dass wir mit Beginn des neuen Schul- und Vereinsjahres fertig sein werden."