Sachsenheim Gutes Modell zur Förderung der Beteiligung

Hans Günter Janßen, CDU-Fraktion.
Hans Günter Janßen, CDU-Fraktion. © Foto: Martin Kalb
Sachsenheim / BZ 24.06.2015
Nachdem am 12. Februar ein Ausschuss in Form eines Bezirksbeirates für Groß- und Kleinsachsenheim durch den Gemeinderat beschlossen wurde, werden nun die von den Fraktionen und Listen vorgeschlagenen 21 Bürgerinnen und Bürger - elf für Groß-, zehn für Kleinsachsenheim - in den...

Nachdem am 12. Februar ein Ausschuss in Form eines Bezirksbeirates für Groß- und Kleinsachsenheim durch den Gemeinderat beschlossen wurde, werden nun die von den Fraktionen und Listen vorgeschlagenen 21 Bürgerinnen und Bürger - elf für Groß-, zehn für Kleinsachsenheim - in den konstituierenden Sitzungen noch vor der Sommerpause eingesetzt.

Dass sich für diese lokale neue parlamentarische Aufgabe junge und erfahrene Mitbürgerinnen und Mitbürger der beiden Stadtteile zur Verfügung gestellt haben, freut mich und hat mich aufgrund der zeitnahen Zusagen positiv überrascht. Sie alle verdienen für ihr ehrenamtliches Engagement großen Respekt und Anerkennung.

Durch die Installation der Bezirksbeiräte wird für circa 13.500 Bürgerinnen und Bürger aus den beiden Stadtteilen ein kommunalpolitisches Gleichgewicht zu den sehr gut funktionierenden Ortschaftsräten aus dem Kirbachtal geschaffen. Diese Ortschaftsräte wurden vor mehr als 40 Jahren in den Eingliederungsvereinbarungen zu einer gemeinsamen Stadt Sachsenheim in Anbetracht der geografisch großen Distanz zwischen den einzelnen Ortsteilen als ein sinnvolles bürgerfreundliches Vertretungsorgan festgeschrieben. Durch die Schaffung des neuen Gremiums kann nun in allen sechs Stadtteilen jede wichtige Angelegenheit aus der Sicht eines jeden betroffenen Stadtteils in fast gleichrangigen Ausschüssen behandelt und für die Stadtverwaltung und den Gemeinderat vor beraten werden. Die Mitglieder der Bezirksbeiräte haben neben dem stadtteilbezogenen Anhörungsrecht auch die schöne Aufgabe, Kommunalpolitik durch Vorschlagsrechte, Initiierung eigener Projekte, Mitwirkung in der Ortskernentwicklung et cetera aktiv mit zu gestalten. Sie sind neben den Gemeinderäten weitere persönliche Ansprechpartner für Bürger, örtliche Vereine und Interessensgruppen. Durch diesen Ausschuss erreichen wir künftig einen höheren Grad der Bürgerbeteiligung. Die Abläufe der Entscheidungsfindung sind somit besser verständlich. Mit der Stadtteilbeauftragten Annette Messer wurde den Beiräten von Groß- und Kleinsachsenheim eine erfahrene Kennerin unserer Stadt zur Seite gestellt, welche Themen vorbereitet und die Beiratssitzungen leitet.

Ich wünsche allen Beteiligten für dieses, in der jetzigen Form auf zwei Jahre festgeschriebene Projekt große Freude am Gestalten und viel Erfolg.