Sachsenheim Finanzierung der Gemeinde

Lars Weydt, CDU-Fraktion, Gemeinderat Sachsenheim.
Lars Weydt, CDU-Fraktion, Gemeinderat Sachsenheim. © Foto: CDU
Sachsenheim / BZ 18.09.2014
In wenigen Wochen werden wir uns im Gemeinderat mit der Haushaltsplanung für das Jahr 2015 befassen. Grund genug, die finanziellen Möglichkeiten einer Kommune näher zu betrachten.

In wenigen Wochen werden wir uns im Gemeinderat mit der Haushaltsplanung für das Jahr 2015 befassen. Grund genug, die finanziellen Möglichkeiten einer Kommune näher zu betrachten.

Eine Stadt wie Sachsenheim hat vielfältige Aufgaben wahrzunehmen, vom Unterhalt städtischer Gebäude, der Finanzierung von Verwaltung, Kindergärten und anderen öffentlichen Einrichtungen über den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur, Unterhalt der Feuerwehr bis hin zu kulturellen Angeboten für die Bürgerinnen und Bürger.

Das alles kostet viel Geld. Wie aber finanziert sich das?

Die Einnahmen einer Kommune setzen sich überwiegend aus drei Bereichen zusammen. Zum einen sind dies Einnahmen aus direkten Steuern, welche uns unmittelbar zu Gute kommen. Darin sind Gewerbe- und Grundsteuer enthalten sowie zum Beispiel die Hunde- und Vergnügungssteuer. Der zweite Bereich ist die Zuweisung des Landes aus der Umsatz- und Einkommenssteuer. Einnahmen aus Veräußerungserlösen, Gewinnanteilen aus Beteiligungen oder auch Kreditaufnahmen sind der letzte nennenswerte Bereich. Bearbeitungsgebühren, Eintrittsgelder und sonstige kostenpflichtige Leistungen fallen kaum ins Gewicht.

Besonders die Schwankungen bei der Gewerbesteuer können für eine Kommune zu einem Glücksfall oder einer finanziellen Schieflage führen. Was heißt das für uns in Sachsenheim? Wir haben unter anderem mit dem Gewerbegebiet "Eichwald" für Unternehmen attraktive Gewerbeflächen zu bieten, sowohl für neue, als auch für bereits ortsansässige Firmen. Damit haben wir einen Standortvorteil, der sich für unsere Stadt auszahlen kann. Deshalb müssen wir in Zukunft noch viel mehr darauf achten, die uns zur Verfügung stehenden knappen Gewerbeflächen sorgsam zu vergeben. Ein Grundstück kann nur einmal verkauft werden, Grund und Boden sind begrenzt und wir sind auch verpflichtet, sorgsam und verantwortungsvoll mit der Natur umzugehen. Hauptkriterium zukünftiger Gewerbeansiedlung muss sein, mehr produzierende Unternehmen und Handwerksbetriebe anzusiedeln, die Arbeitsplätze schaffen und dauerhaft planbar Gewerbesteuer zahlen.