Bürgermeisteramt Fiedler erklärt sich zu seiner Zukunft

Horst Fiedler.
Horst Fiedler. © Foto: Martin Kalb
Sachsenheim / Mathias Schmid 19.06.2018

Länger als erwartet hat Horst Fiedler mit der Entscheidung gebraucht, ob er 2019 noch einmal für das Amt des Bürgermeisters in Sachsenheim kandidieren möchte. Jetzt hat er eine Entscheidung gefällt. Die will er am Donnerstag im Gemeinderat verkünden. Das hat die Stadt Sachsenheim am Montag in einem Schreiben an die Presse mitgeteilt. Wie er sich entschieden hat, wissen wohl nur eine Handvoll Leute.

In der Stadt wird Fiedler unterschiedlich gesehen. Ein Teil der Stadträte schätzt Fiedler beispielsweise als verlässlichen, standhaften Bürgermeister und pragmatisch denkenden Fachmann. Als seine Errungenschaften zählen die Sanierung des Sachsenheimer Haushalts. 2003 war die Stadt aus verschiedenen Gründen hoch verschuldet und musste dringend Sanierungen umsetzen. Auch die Weiterentwicklung des Gewerbepark Eichwald geschah unter Fiedler, der als Sachsenheimer Bürgermeister auch gleichzeitig der Vorsitzende des Zweckverbands Eichwald ist.

Reformer oder Sündenbock?

Doch das, was die einen an ihm schätzen, wird Fiedler von anderen zur Last gelegt. Die Sparpolitik, hat auch einen Rückzug aus gesellschaftlichen Bereichen (Brunnenversorgung oder Freibad) mit sich gebracht. Der Flächenverbrauch im Eichwald und der nicht unwesentliche Anteil an Logistik-Unternehmen, die vor allem Verkehr bringen, ärgert die Leute eben. Vor allem Alteingesessenen ist auch der Anstieg der Bevölkerung zu rasant. In der Asyl-Debatte ist Fiedler ebenfalls für einen Teil der Bürger zum Sündenbock geworden, spätestens seit er vor einem Jahr die vorübergehende Umnutzung der Schulcontainer zur Anschlussunterbringung für Flüchtlinge angeordnet hatte.

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