Sachsenheim Feiertagsgesetz ernst nehmen

Sachsenheim / RKE 14.03.2013
Es sollte keine juristische Keule, sondern eher ein Appell sein. Stadtpfarrer Dieter Hofmann hatte sich bei der Mitgliederversammlung der Sport- und Kulturgemeinschaft zu Wort gemeldet, um ein Anliegen loszuwerden.

Es sollte keine juristische Keule, sondern eher ein Appell sein. Stadtpfarrer Dieter Hofmann hatte sich bei der Mitgliederversammlung der Sport- und Kulturgemeinschaft zu Wort gemeldet, um ein Anliegen loszuwerden. Die Vereine sollten bei der Gestaltung ihres Jahresprogramms das Feiertagsgesetz beachten. Als Beispiel nannte Hofmann einen Vorfall in der Gemeinde Beutelsbach, die zu einer Regresszahlung durch einen Veranstalter über 40 000 Euro gerichtlich aufgefordert worden war. Die Ordnungsbehörde hatte am Karsamstag eine Veranstaltung genehmigt, dann diese nach Einwänden von Bürgern und Rückfrage bei den Kirchen zurückgezogen. 2012 habe es einen Weißwurstfrühschoppen am Totensonntag in Sachsenheim gegeben. Das sei Feiern an den menschlichen Gefühlen anderer vorbei, meinte Pfarrer Hofmann. Seine Bitte an die Vereine: die Feiertagsgesetze ernst nehmen.