Sachsenheim Es tut sich was im Eichwald: Porsche-Erweiterung gestartet

Aktuell untersucht das Landesdenkmalamt die Fläche, auf der später Breuninger bauen soll. Im Hintergrund: die Eichwald-Nordfläche.
Aktuell untersucht das Landesdenkmalamt die Fläche, auf der später Breuninger bauen soll. Im Hintergrund: die Eichwald-Nordfläche. © Foto: Caroline Holowiecki
Sachsenheim / CAROLINE HOLOWIECKI 16.08.2016
Im Gewerbepark Eichwald wird trotz Sommerpause kräftig gebaut. Die Firma Porsche hat mit ihrer Erweiterung begonnen, auf der Südseite laufen Vorarbeiten.

Es tut sich was im Eichwald, dem Gewerbegebiet in Sachsenheim, das die Kommunen Sachsenheim, Bietigheim-Bissingen, Sersheim und Oberriexingen gemeinsam unterhalten. Im Bereich der Süderweiterung gehen die vorbereitenden Arbeiten voran. 17 Hektar groß ist das Gelände, das die Süderweiterung erfasst. Aktuell ist dort, wo ehemals der Windhundeverein sein Gelände hatte, begonnen worden, den Oberboden um durchschnittlich 37 Zentimeter abzutragen. Dies stellt die Vorarbeit dar, bevor im Anschluss der Kampfmittelbeseitigungsdienst das Gelände auf Schadstoffe untersucht, teilt Nicole Raichle, die Sprecherin der Stadtverwaltung Sachsenheim, mit. Bekanntlich wurde das Gebiet bis nach dem zweiten Weltkrieg als Militärstützpunkt und Flugbasis genutzt. Auch die archäologische Denkmalpflege ist an den Arbeiten beteiligt. Hier wird schon während der Grabungsarbeiten das Gelände auf archäologische Besonderheiten untersucht.

Der abgetragene Oberboden wird entlang der Straße nach Oberriexingen aufgeschüttet und ebenso an der Umgehungsstraße entlang des Radweges. Vor Ort wird der Radverkehr demnächst umgeleitet. Es kann hier dennoch zu Beeinträchtigungen kommen, heißt es aus dem Sachsenheimer Rathaus. Die Erde soll vor Ort verwendet oder der Landwirtschaft zur Verfügung gestellt werden.

Als erste Firma wird auf der Südseite der Umgehungsstraße die Firma Breuninger ihre Warendienstleistungszentrale errichten. Die Vorarbeiten vonseiten des Zweckverbands sollen Ende September abgeschlossen sein.  Breuninger kann dann mit dem Projekt beginnen. „Der Zweckverband ist erleichtert, dass die Arbeiten nun anlaufen, da der Zeitplan doch recht eng gesetzt ist. Bereits Ende Oktober muss das Gelände übergeben werden. Nach dem jetzigen Stand der Dinge kann die Übergabe fristgerecht erfolgen“, teilt Nicole Raichle mit. In direkter Nachbarschaft zu Breuninger wird sich zudem die Firma Segro niederlassen.

Und auch auf der Nordseite tut sich was. Die Firma Porsche hat mit ihrem Erweiterungsbau am 18. Juli begonnen. Christian Weiß, ein Unternehmenssprecher, berichtet, dass am Standort Sachsenheim die vierte Ausbaustufe der Ersatzteillogistik gestartet wurde. Aktuell wird das Gelände eingeebnet und vorbereitet. Entstehen wird laut Christian Weiß ein Hochregallager mit 12 000 Quadratmeter Fläche, zudem wird der sogenannte Bau 20, wo Teile für Prototypen gelagert werden, ausgebaut, ebenso die Teilelogistik Aftersales.

Laut Weiß soll das Porsche-Gesamtprojekt erst im Jahr 2018 abgeschlossen sein. Mit dem Hochregallager will man im Herbst 2017 fertig sein.

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