Gemeinderat Erster Schritt zu größerem Sportgelände

Sachsenheim / Mathias Schmid 13.09.2018

Die Stadtverwaltung und der Gemeinderat Sachsenheim wollen die beiden Sportplätze in Kleinsachsenheim verbinden. Dafür hat die Stadt jetzt ein erstes Stück Land gekauft. Auf lange Sicht soll so eine ganzheitliche, geschlossene Sportanlage entstehen. Auch Erweiterungen sind möglich.

Am letztmöglichen Tag hat der Gemeinderat Sachsenheim am Dienstagabend sein Vorkaufsrecht auf das Grundstück in Kleinsachsenheim ausgeübt – und gleich noch eine Veränderungssperre für das gesamte Gebiet zwischen den beiden Sportplätzen verhängt. Schon lange hegt die Stadt den Wunsch, die beiden Sportplätze miteinander zu verbinden. Allerdings gehören die Flächen dazwischen vorwiegend Privatpersonen.

Auf eines dieser Grundstücke hatte die Stadt nun Zugriff, weil es den Besitzer gewechselt hat. Am 11. Juli hatte eine Firma das Grundstück, auf dem eine Scheune und ein Wohnhaus stehen, nördlich der Sporthalle gekauft. Bis zum 11. September hatte die Stadt die Möglichkeit, von seinem Vorverkaufsrecht Gebrauch zu machen. Der Gemeinderat stimmte in der Sondersitzung am Dienstag einhellig zu, das 9000 Quadratmeter große Flurstück 2176 für 250 000 Euro zu kaufen.

Ändern wird sich erst mal nichts. Bürgermeister Horst Fiedler kündigte an, dem ursprünglichen Käufer die Fläche verpachten zu wollen, so lange sie die Stadt sie nicht braucht. Die Firma will die Scheune als Lager und das Wohnhaus für Mitarbeiter nutzen. Gibt es Zugriff auf die übrigen Flächen, hat die Stadt bereits Überlegungen angestellt, was dort passieren könnte. Erforderlich sei die Erweiterung von Sport- und Technikgebäuden. Außerdem sollen zusätzliche Parkplätze entstehen. Die eigentlichen Sportplätze sollen zunächst so bleiben, wie sie sind. „Es sind jedoch zukünftige Erweiterungen der vorhandenen Sportanlagen möglich“, heißt es im Bebauungsplan „Erweiterung Sportgelände“.

Die Veränderungssperre, per Gesetz auf zwei Jahre befristet, war notwendig, dass auf den übrigen Flächen keine neue Nutzung entsteht, die dem Vorhaben der Stadt in Zukunft entgegenstehen könnte. Im derzeit gültigen Regionalplan ist die Fläche als Wohnbauerweiterungsfläche eingetragen.

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