Bei der Vaihinger Gemeinderatssitzung entspann sich beim Thema neue Nutzung von Schloss Kaltenstein eine Diskussion, welche die nötigen Parkplätze in den Fokus rückte. Das Thema Schloss hatte eine Anwohnerin bewegt. Ob denn zur Debatte stehe, dass der östliche Zugang zum Schloss für Autos geöffnet werde, fragte eine Bürgerin. Nein, die Haupterschließung erfolge vom Alten Postweg aus in den Innenhof, erwiderte OB Gerd Maisch. Es folgte der Appell, dringend über die Parksituation nachzudenken.

Das Schlossgebäude steht seit einigen Jahren leer. Vorgesehen sei nun eine Hotel- und Gastronomienutzung durch einen Betreiber. Das Land soll Eigentümer des Schlosses bleiben und der Investor soll ein Nutzungsrecht einschließlich der dazugehörigen Nebenflächen und Weinberge erhalten. Da der derzeitige Bebauungsplan eine Umnutzung zu einem Hotel mit Gastronomie nicht abdecke, sei eine Änderung des Bebauungsplans notwendig. Für den Bereich des Schlosses soll ein „sonstiges Sondergebiet für Betriebe des Beherbergungsgewerbes/Hotel“ ausgewiesen werden.

Erweiterung nicht notwendig

„Wir werden in frühzeitiger Bürgerbeteiligung Diskussionen über das Parken führen“, stellte der OB in Aussicht. Der Gemeinderat könne das Gebiet erweitern, aber „wir sehen hierfür keine Notwendigkeit.“ Stadtrat Eberhard Zucker (Freie Wähler) erkundigte sich, ob man auch den Lärmschutz schon in den Bebauungsplan mit aufnehmen könnte. Dies könne im Bebauungsplan nicht festgelegt werden, könne jedoch beispielsweise nach einem Lärmgutachten in Form von Betriebszeiten in der Konzession verankert werden, erwiderte Maisch. „Ich muss Herr Zucker recht geben“, sagte Gustl Lachenmann (fraktionslos). Peter Schimke (Die Linke) dagegen pflichtete dem Standpunkt des OB bei. „Wir gehen doch nicht in Vorleistung.“ „Es wäre sinnvoll, es einzubeziehen“, befand dagegen Eberhard Berg (SPD). Er empfahl, mit den Menschen, die dort oben wohnen, intensiver ins Gespräch zu kommen. Er ließ sich nicht beirren, Amtsleiter Volk habe Bewohner der Schloßbergstraße in Sachen Parkplatzsituation schon besucht.

Einstimmig wurde die Einleitung zur Aufstellung des Bebauungsplans „Schloss Kaltenstein, 2. Änderung“ vom Gemeinderat wie von der Stadtverwaltung vorgeschlagen beschlossen. Wegen der besonderen städtebaulichen Bedeutung soll die Maßnahme frühzeitig erörtert werden. Die eigentliche Ausarbeitung des Bebauungsplanes sei jedoch erst sinnvoll, wenn der Investor feststehe und das „Projekt Hotel“ sich weiter konkretisiert habe.