An diesem Mittwoch, 20. März, wird der Internationale Tag der französischen Sprache gefeiert. Die Weltsprache Französisch sprechen rund 230 Millionen Menschen in über 50 Ländern. Als Datum wurde der Jahrestag der internationalen Organisation der Frankophonie (OIF) gewählt. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Staaten, in denen Französisch als Muttersprache gilt oder von einem Großteil der Bevölkerung gesprochen wird. In Sachsenheim begeistern sich zahlreiche Menschen für die französische Sprache, darunter auch Karin Wycisk. Seit 2007 ist sie die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees zwischen Sachsenheim und der französischen Stadt Valréas.

Die 67-jährige ehemalige Grundschullehrerin kann sich stundenlang über die französische Sprache unterhalten und schwärmt von „der Landschaft, den herzlichen Menschen und dem hervorragenden Wein“. Das erste Mal besuchte sie Valréas 1995. Ein Jahr davor war ihr Mann Bernhard Wycisk mit einer Delegation dort und kam begeistert zurück. „Da müssen wir hin“, hieß es damals seinerseits.

Seither war sie unzählige Male in Frankreich. Bekanntschaften und Freundschaften haben sich dadurch entwickelt. Ihre Leidenschaft für Frankreich gab sie auch ihren Schülern weiter und gründete eine Französisch-AG. Im Jahr 2000 fuhr sie mit Drittklässlern der Grundschule Kleinsachsenheim nach Frankreich. „Man trifft dort jedes Mal neue Leute. Für mich ist jede Fahrt nach Valréas ein neues, tolles Erlebnis“, sagt sie euphorisch.

So groß ist ihre Leidenschaft für Frankreich, dass sie vier bis fünf Mal jährlich nach Frankreich reist. „Wenn ich dort bin, muss alles passen, da gehören Sprache, Gruß- und Höflichkeitsformen dazu.“ Wycisk hat zwar nicht Französisch studiert, aber sie ist ein sprachbegeisterter Mensch: „Die Partnerschaft hat mich motiviert, mein Französisch aufzufrischen.“ Sie freue sich, „mich sprachlichen Herausforderungen zu stellen“. An der französischen Sprache gefällt ihr besonders die Sprachmelodie.

Reibungslose Verständigung

Die Kommunikation zwischen den zwei Partnerstädten läuft reibungslos ab, das Komitee sei sprachlich gut aufgestellt. Es machen auch zwei Franzosen mit. „Bei Übersetzungsbedarf ist immer jemand da, der hilft.“ Sie ist der Meinung, dass der Lernprozess nie aufhöre, deshalb bittet sie ihre französischen Freunde, sie zu verbessern, sobald sie einen Fehler macht.

In Sachsenheim sieht sie großes Sprachpotential, was die französische Sprache betrifft. Durch die Städtepartnerschaft seien nämlich viele Sachsenheimer motiviert, Französisch zu lernen. Und auch die Französischkurse der Volkshochschule in Sachsenheim und Bietigheim-Bissingen hätten dazu beigetragen, dass sich immer mehr Leute für die Sprache interessieren. „Das finde ich ganz toll“, sagt sie.

Die wichtigsten Termine des Jahres im Überblick


Am 6. April verabschiedet sich das Partnerschaftskomitee von Bürgermeister Horst Fiedler mit einer kleinen Delegation. Vom 27 April. bis zum 1. Mai begibt sich das Komitee auf eine Wengerterfahrt nach Valréas. Im Rahmen des „Fete de Petit Saint Jean“ (23. bis 24. Juni) ist vom 20. bis 24. Juni eine Bürgerfahrt in die französische Stadt in der Planung. Das Radsportcamp findet vom 11. bis zum 15. Juli in Valréas statt. Der Festakt zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft ist am 19. Juli im Kulturhaus. Eine Delegation aus Valréas wird anwesend sein. Im August ist Verwaltungsausstausch.

Eine Konzertreise unternimmt der Liederkranz Ochsenbach vom 12. bis 15. September. Vom 7. bis 13. Oktober geht es zur „Semaine du gout“ (Woche des Geschmacks) nach Valréas. Reiner Thaller stellt im Tourismusbüro aus. Die Städtepartnerschaft ist vom 4. bis zum 9. November im Spätlingsmarkt vertreten. Die Sitzung des Partnerschaftkomitees findet am 7. Dezember in Sachsenheim statt. Am darauffolgenden Tag ist das Komitee auf dem Weihnachtsmarkt. ifi