Sachsenheim Ein extra Club fürs Lesen

Der Leseclub an der Hohenhaslacher Kirbachschule wurde eröffnet mit (hinten von links) Schulleiter Rainer Graef, Leseförderer Theo Kaufmann, Bürgermeister Horst Fiedler, Lena Brucklacher, Pressereferentin von Porsche, Marc Lösken, Geschäftsfüher von Porsche Logistik, Autorin Maja Nielsen und Wolf Borchers von der Stiftung Lesen.
Der Leseclub an der Hohenhaslacher Kirbachschule wurde eröffnet mit (hinten von links) Schulleiter Rainer Graef, Leseförderer Theo Kaufmann, Bürgermeister Horst Fiedler, Lena Brucklacher, Pressereferentin von Porsche, Marc Lösken, Geschäftsfüher von Porsche Logistik, Autorin Maja Nielsen und Wolf Borchers von der Stiftung Lesen. © Foto: Martin Kalb
Von Michaela Glemser 03.07.2018

Alle Kinder lernen lesen, Indianer und Chinesen. Selbst am Nordpol lesen alle Eskimos. Hallo Kinder, jetzt geht`s los!“, sangen Mädchen und Jungen aus den ersten und zweiten Klassen der Kirbachschule in Hohenhaslach. Mit diesem Lied begrüßten sie die Gäste zur offiziellen Eröffnung des neuen Leseclubs an der Grund- und Werkrealschule. Unter den begeisterten Sängern waren auch Johanna Baumgärtner und Isabella Tups aus der Klasse 2 b. „Ich lese gerne, besonders die Bücher von Conni. Im Leseclub lesen wir nicht nur in Büchern, sondern spielen auch gemeinsam“, betonte Johanna. Bereits im zweiten Schuljahr gibt es eine „Lesen und Spiele-AG“ an der Kirbachschule, die jetzt offiziell in den Leseclub überführt wurde.

Ermöglicht hat dies die finanzielle Unterstützung der Porsche AG, deren Verantwortliche an ihren Standorten in diesem Jahr bereits insgesamt fünf solcher Leseclubs förderten, unter anderem an der Schubart- und der Eichendorffschule in Ludwigsburg. „In diesem Jahr haben wir fünf Leseclubs mit 50 000 Euro unterstützt. Die Bedeutung des Lesens geht in der heutigen Zeit immer mehr verloren. Das darf nicht sein, denn Lesen regt Geist und Fantasie an. Das Sprachvermögen der Kinder wird gesteigert“, machte Marc Loesken vom Zuffenhäuser Automobilhersteller deutlich. Auch Wolf Borchers von der Stiftung Lesen in Mainz, welche die Gründung der Leseclubs mit Bündnispartnern vor Ort in allen Bundesländern initiiert, war dankbar für das Sponsoring. „Wir haben schon seit 1,5 Jahren Kontakt zur Kirbachschule und waren für den Leseclub auf der Suche nach geeigneten Geldgebern. Gemeinsames Lesen in einer Kleingruppe kann viel bewirken. Die Kinder machen dabei erstaunliche Fortschritte“, lobte Wolf Borchers.

Dies konnte auch Theo Kaufmann bestätigen, denn als Vorsitzender des Vereins für Leseförderung hat er die bisherige AG an der Kirbachschule intensiv betreut und wird dem Leseclub auch weiterhin zur Seite stehen. „Rund 20 Kinder sind beim Leseclub an der Kirbachschule mit dabei. Sie sind allesamt sehr lesefreudig und treffen sich jeden Donnerstagnachmittag. Darunter sind auch einige Kinder mit Migrationshintergrund, die begeistert dabei sind und viel für ihre Sprachkenntnisse mitnehmen“, erklärte Kaufmann, der auf viele ehrenamtliche Helfer zählen kann. Speziell ausgebildete Lesescouts aus den achten und neunten Klassen arbeiten mit den Mädchen und Jungen in Kleingruppen.

Welche Fortschritte die Schüler dabei erzielen, konnten die Gäste bei der Eröffnung selbst feststellen, denn Johanna, Isabella und Co. lasen gemeinsam aus dem Buch „Bené, schneller als das schnellste Huhn“ der brasilianischen Autorin Eymard Toledo. Von der flüssigen und betont vorgetragenen Darbietung der Leseanfänger zeigte sich auch Sachsenheims Bürgermeister Horst Fiedler beeindruckt: „Lesekompetenz bei den Kindern ist auch im Zeitalter der Neuen Medien wichtig und muss gefördert werden“.

Nach der anstehenden umfangreichen Sanierung der Kirbachschule sollen für den Leseclub eigene Räumlichkeiten eingerichtet werden. „Derzeit findet der Leseclub vorwiegend in den Klassenzimmern, aber auch im Internet auf einer Plattform für digitale Kinderbücher statt“, erläuterte der Leiter der Kirbachschule, Rainer Graef. Die Autorin Maja Nielsen war bei der Eröffnung des neuen Leseclubs dabei und las für die Schüler einen Text aus dem Klassiker „Das Wunder von Bern“.

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