BZ-Stammtisch Durchblick am Häckselplatz, Knöllchen für Paketboten

Die Einfahrt zum Häckselplatz in der Großsachsenheimer Straße sehen einige Sersheimer Bürger als zu gefährlich an. Für bessere Sicht schneidet die Stadt jetzt regelmäßig das Gehölz zurück.
Die Einfahrt zum Häckselplatz in der Großsachsenheimer Straße sehen einige Sersheimer Bürger als zu gefährlich an. Für bessere Sicht schneidet die Stadt jetzt regelmäßig das Gehölz zurück. © Foto: OIliver Bürkle
Sersheim / von Michaela Glemser 22.06.2018

Der Sersheimer Häckselplatz an der Großsachsenheimer Straße ist von Frühjahr bis Herbst sehr gut besucht, wenn die Stückles- und Gartenbesitzer in ihren Grünoasen alle Hände voll zu tun haben. Doch die Zu- und Abfahrt vom Häckselplatz ruft immer wieder die Kritik der Bürger hervor. So beklagten auch Besucher des BZ-Stammtischs kürzlich in Sersheim die gefährliche Ausfahrt vom Zufahrtsweg zum Häckselplatz in die viel befahrene Großsachsenheimer Straße.

Auch der Gemeindeverwaltung ist das Problem nicht neu. „In der Tat gab es in der Vergangenheit immer mal wieder Bürger, welche die Ausfahrt vom Häckselplatz und die schlechte Sicht kritisierten“, erklärt Hauptamtsleiter Matthias Gruber, „wir hatten deshalb im vergangenen Jahr einen Vor-Ort-Termin mit den Experten der Unteren Verkehrsbehörde.“ Denn Straßenbaulastträger der Großsachsenheimer Straße ist das Land Baden-Württemberg.

Ergebnis dieser Besprechung war die Entscheidung, dass Büsche und Sträucher im Ausfahrtbereich umgehend gestutzt und erheblich zurückgeschnitten werden sollten. „Nachdem diese Maßnahme umgesetzt wurde, hat sich die Sicht der Verkehrsteilnehmer gebessert und zu mir sind keine Klagen mehr durchgedrungen“, betont Matthias Gruber.

Doch das ist nicht das einzige Problem an dieser Stelle. Zu schaffen macht den Bürgern, die den Häckselplatz wieder verlassen wollen, so mancher Autofahrer auf der Großsachsenheimer Straße. Auch Gruber ist bekannt, dass manche Fahrzeuge aus Richtung Sachsenheim mit teilweiser erhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind und damit die Ausfahrt vom Häckselplatz erschweren. Da jedoch das Land Baden-Württemberg für diese Landesstraße zuständig ist, kann die Kommune verkehrsrechtlich an dieser Ausfahrtsituation kaum etwas ändern. „Zu größeren Unfällen kam es an dieser Stelle aber noch nicht. Ich denke, dass sich die Lage mit dem regelmäßigen Rückschnitt des Grüns schon deutlich verbessert hat“, betont der Sersheimer Hauptamtsleiter.

Auch von einem anderen Verkehrsproblem in seiner Kommune, das beim BZ-Stammtisch zur Sprache kam, weiß Matthias Gruber bereits. Allerdings betrifft dies den ruhenden Verkehr in der Vaihinger Straße. Dort untergebrachte Fahrer von Paketdiensten stellen ihre Fahrzeuge nach Feierabend immer wieder einfach am Straßenrand ab, oft auch außerhalb der markierten Stellplätze. Dies erzeugt nicht nur bei den Anwohnern großen Unmut. „Die Vertreter der Polizei und unseres kommunalen Vollzugsdienstes haben in der jüngsten Zeit in der Vaihinger Straße verstärkt und stetig Kontrollen durchgeführt und entsprechende ‚Knöllchen‘ verteilt. Wir versuchen damit, auch der Situation am Wochenende Herr zu werden. Ich haben den Eindruck, dass sich die Lage dadurch positiver gestaltet“, macht der Sersheimer Hauptamtsleiter deutlich.

Auf die häufige Überwachung der Parksituation in der Vaihinger Straße durch Polizei und Vollzugsdienst will die Gemeinde auch in Zukunft setzen. Damit hatte sie bereits in der Horrheimer Straße Erfolg, wo das „wilde Parken“ ebenfalls lange Zeit für Ärger sorgte. Dort hat sich die Lage inzwischen merklich entspannt. „Wir werden auch künftig darauf achten, dass in besagten Straßen nur innerhalb der markierten Stellplätze geparkt wird“, unterstreicht Gruber.

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