Vaihinger Weinprinzessin Die Krone wird übergeben

 Von Links Martin Fischer, Vorsitzender der Vaihinger Weinlöwen, Carolin Klöckner, bisherige Weinprinzessin und amtierende Württembergische Weinkönigin, Julia Aisenbrey, neue Vaihinger Weinprinzessin und OB Gerd Maisch.
Von Links Martin Fischer, Vorsitzender der Vaihinger Weinlöwen, Carolin Klöckner, bisherige Weinprinzessin und amtierende Württembergische Weinkönigin, Julia Aisenbrey, neue Vaihinger Weinprinzessin und OB Gerd Maisch. © Foto: ubö
Vaihingen / ubö 15.09.2018

Die Krone bleibt in Gündelbach. Mit der 21-jährigen Julia Aisenbrey wurde am Donnerstagabend im Horrheimer Weinmuseum die fünfte Vaihinger Weinprinzessin inthronisiert. Sie ist die Nachfolgerin von Carolin Klöckner (23), der amtierenden Württembergischen Weinkönigin und Bewerberin für das Amt der Deutschen Weinkönigin. Beide Frauen kommen aus Gündelbach.

Deshalb hatte der Gündelbacher Ortsvorsteher Thomas Fritzlar bei der Feier am Donnerstagabend in Horrheim auch einen entsprechenden Wimpel dabei: „Was wäre Vaihingen ohne Gündelbach?“ Das Amt, das auf zwei Jahre begrenzt ist, hat durchaus Potenzial für höhere hoheitliche Weihen. Die bis Donnerstag amtierende Vaihinger Weinprinzessin Carolin Klöckner ist Württembergische Weinkönigin und damit auch dabei bei der Wahl zur Deutschen Weinkönigin, die am 28. September stattfindet. Klöckners Vorgängerin Mara Walz hat eine ähnliche Karriere: erst Vaihinger Weinprinzessin, dann Württembergische Weinkönigin, dann immerhin Deutsche Weinprinzessin.

„Diese Fußstapfen sind aber nicht zu groß“, sagte der Vaihinger Oberbürgermeister Gerd Maisch bei der Inthronisierung der neuen Weinprinzessin Julia Aisenbrey. „Sie muss eine eigene Marke setzen und eigene Spuren legen.“ Auch Martin Fischer, Vorsitzender der Vaihinger Weinlösen freute sich: „Es ist schon wunderbar, was die jungen Frauen in den vergangenen Jahren aus dem Amt der Weinprinzessin gemacht haben.“

Seit der Kindheit im Weinbau

Julia Aisenbrey kennt sich im Weinbau auf jeden Fall aus – „seit der Kindheit“, wie sie sagt. Die Familie bewirtschaftet in Gündelbach einen Hektar Rebfläche im Nebenerwerb, Vater Armin Aisenbrey ist Vorsitzender des Weinbauvereins Gündelbach. Julia Aisenbrey studiert Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing in Pforzheim, absolviert derzeit ein Praxissemester in Düsseldorf. In ihrer Freizeit kümmert sie sich um die eigenen zwei Pferde und ist zum Fotografieren gerne draußen in der Natur. „Es ist für mich eine Ehre, die Sortenvielfalt der Weine und die Stadt zu repräsentieren“, sagte Aisenbrey am Donnerstagabend.

Das Amt der Vaihinger Weinprinzessin, das vor zehn Jahren geschaffen wurde, gilt als eine Stadtmarketingmaßnahme. „Seither überzeugen die jungen Damen mit Rhetorik und viel Wissen“, so Martin Fischer von den Weinlöwen. Auch Maisch bestätigte, dass immer charmante und kompetente Damen gefunden worden sind.

Zum Abschied von Carolin Klöckner sagte der OB im Horrheimer Weinmuseum: Die 23-Jährige habe die Stadt Vaihingen „sehr, sehr gut repräsentiert“. Klöckner selbst gab zu, vor zwei Jahren bei ihrer Einsetzung noch Distanz zum Wein gehabt zu haben. „Ich war am Anfang supernervös.“ Die zwei Jahre als Weinprinzessin seien „wahnsinnig prägende Jahre“ gewesen, mit sehr vielen schönen Erfahrungen. „Und ich habe hier Wurzeln geschlagen.“

Für ihre Nachfolgerin Julia Aisenbrey hatte Klöckner einige Geschenke dabei, beispielsweise eine Uhr. „Genieße die zwei Jahre, die gehen schnell vorbei.“ Oder einen chinesischen Drachen namens TL, also Trollinger-Lemberger. Er solle die Begleitung bei Terminen sein, wenn die Familie mal keine Zeit habe, mitzugehen.

Weinbaugemeinde Vaihingen

Mit mehr als 300 Hektar Rebflächen gehört Vaihingen zu den größten Weinbaugemeinden Württembergs. Die Weingärtner bauen, teilweise an terrassierten Steillagen, die gesamte Palette der württembergischen Rebsorten an. Diese Weine regional und überregional zu repräsentieren, ist die Aufgabe der Vaihinger Weinprinzessin; sie gilt damit als charmante Weinbotschafterin für die erlesenen Tropfen aus heimischen Kellern. bz

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