Freibad Die Dauerkarten werden 2019 teurer

Vaihingen / aa 05.11.2018

Die gute Nachricht für die Gelegenheitsschwimmer im Vaihinger Enztalbad: Die Eintrittspreise bleiben 2019 für sie unverändert. Die schlechte Nachricht für die Dauerkartenbesitzer: Sie müssen im kommenden Jahr einen  Aufschlag von zehn Euro verkraften. Erwachsene zahlen dann 70 statt bisher 60 Euro, Kinder 40 statt 35 Euro. Für Familienkarten werden 140 Euro (bisher 120 Euro) berechnet.

Eine Begründung ist die Verlängerung der Saison um drei Wochen bis Ende September. Dieses Angebot soll es auch 2019 geben. Berechnet wird der Dauerkartenpreis an der Zahl der geöffneten Wochen. Hat sich eine Dauerkarte bisher nach 18 Wochen (ein Besuch pro Woche) „rentiert“, so ist die künftig nach 21 Besuchen ausgeglichen. Es soll aber Besucher geben, die weit mehr als 100 Mal ins Freibad gehen.

Da im Enztalbad ein neues Kassensystem angeschafft wird, wurden auch die Eintrittspreise, die zuletzt 2016 erhöht wurden, beleuchtet und das Tarifsystem etwas entrümpelt. Insgesamt liege Vaihingen bei den Preisen im Mittelfeld, hat Kämmerin Melanie Lerche bei einer Umfrage festgestellt. Eingeführt wird neu ein Sondertarif für Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Abgeschafft wird die Geldwertkarte. Mit ihr musste man bisher ein Ticket am Automaten kaufen. Mit einer Punktekarte kann der Besucher künftig direkt durchs Drehkreuz gehen.

  Beschlossen hat der Gemeinderat von Vaihingen am Mittwoch neben den neuen Tarifen die Anschaffung eines modernen Kassensystems, das die Anlage aus dem Jahre 2007 bereits 2019 ablösen soll. In der vergangenen Saison streikte der Automat mehrfach, was dann an der Handkasse aufgefangen werden musste. Bei einem weiten Ausfall des Systems droht der Verlust der Daten auf den Punktekarten der Kunden. Geplant ist nun der Kauf von zwei Automaten für Frei- und Hallenbad (bisher wurde der Automat nach der Freibadsaison im Hallenbad aufgestellt), wobei der Automat im Freibad eine Heizung und eine spezielle Einbruchsicherung benötigt. Dazu kommen eine Handkasse, drei neue Scanner für die Drehkreuze und ein neuer Server für die Daten und die Software.

Als neue Funktion ist das mobile Ticketing geplant, auch wenn es nach Ansicht vom Gemeinderat Thomas Essig (Grüne) „viel Aufwand für wenig Leute ist“. Dabei bekommt der Kunde einen Code auf sein Smartphone und kann mit diesem das Drehkreuz passieren. Die Meinung von Oberbürgermeister Gerd Maisch: „Wenn wir schon umrüsten, dann jetzt gleich richtig.“

Umgerüstet werden in diesem Zusammenhang auch die Pfandschlösser der Umkleidespinde und der Wertschließfächer. Sie können künftig mit der Eintrittskarte beziehungsweise mit dem Smartphone-Code verschlossen werden. Der Auftrag für die Planung ging an die Firma Fritz Planung aus Aalen (Honorar: 17  000 Euro). Die Kosten für das neue Kassensystem werden mit 65 000 Euro taxiert. Für die Schlösser der 650 Spinde und 70 Wertschließfächer werden 45 000 Euro kalkuliert.

In diesem Zusammenhang sind auch die Zahlen aus dem Prüfungsbericht für den Jahresabschluss 2017 nicht uninteressant. Das Rechnungsprüfungsamt unter der Leitung von Thomas Cichy hat für das zurückliegende Jahr einen Fehlbetrag von 1,037 Millionen Euro für den Eigenbetrieb ermittelt (523 123 Euro im Freibad, 514 493 Euro im Hallenbad).

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