Seit Jahren wird in Sachsenheim heiß und oft über das Thema Parken diskutiert, allerdings gab es nach meinen Informationen nie konkrete Planungen dazu“, sagt der Fraktionschef der CDU, Lars Weydt im Gespräch mit der BZ. Er ergänzt: „Für uns war wichtig, dass die Stadt im Rahmen eines Parkierungskonzeptes die Planungen für das Parkhaus angeht.“ Nun ist die Zeit gekommen „Druck auf die Verwaltung zu machen“. Bereits im Juli 2018 reichte Weydt deshalb den Antrag für die Realisierung eines zweistöckigen Parkhauses für rund 150 Fahrzeuge in Zusammenhang mit einer Parkraumbewirtschaftung aller dort vorhandenen Stellplätze ein. Als Standort schlug er die Bahnhofsstraße östlich vom Busbahnhof vor. Der Antrag wurde im Gemeinderat angenommen.

Argumente für den Bau eines solchen Bauwerks gibt es laut Weydt genügend. Die Verbesserung der Einkaufssituation, wodurch auch der Einzelhandel gefördert wird, ist eines davon. „Um in der Innenstadt mehr Parkplätze für Kunden zu erhalten, können bisher dort parkende Anwohner oder Mitarbeiter der anliegenden Geschäfte auf das Parkhaus ausweichen.“ Dazu könnten tages- oder monatsweise Parkplätze gemietet werden, sodass Arbeitgeber diese Plätze den Mitarbeitern zur Verfügung stellen.

ÖPNV-Nutzer unterstützen

Ein Anliegen Weydts ist es außerdem, die Parkmöglichkeiten der ÖPNV-Nutzer zu verbessern. Er betont: „Das setzt auch entsprechende Parkplätze am Bahnhof voraus.“ Ohne eine weitere Erschließungsstraße können in der Wiesenstraße aus seiner Sicht nicht noch mehr P+R-Parkplätze geschaffen werden.

Ob ein Investor das Parkhaus betreiben und bauen solle  oder die Stadt selbst, das überprüfe die Verwaltung, berichtet er. Im Haushaltsplanentwurf 2019 ist ein Kostenansatz in Höhe von 15 000 Euro für die Erarbeitung eines Parkierungskonzepts Innenstadt enthalten. Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung, Team Öffentliche Sicherheit und Ordnung, auch bereits eigene Erhebungen veranlasst, die dem Gremium vorgestellt werden sollen. In diesem Rahmen soll laut Pressesprecherin Nicole Raichle noch in diesem Jahr die Parksituation geprüft und analysiert werden. Dabei geht es darum, heruaszufinden, wie hoch der tatsächliche Parkplatzbedarf ist. „Die Beauftragung eines Fachbüros muss nun in die Sitzungsfolge der Gremien eingetaktet werden. Einen konkreten Zeitplan gibt es noch nicht“, sagt Raichle.