Wahl Bürgermeister Somlai tritt nicht mehr an

Werner Somlai bei der Amtseinführung 2009.
Werner Somlai bei der Amtseinführung 2009. © Foto: Martin Kalb
Oberriexingen / Rudi Kern 26.01.2017

Nach 35 Jahren Amtstätigkeit in der Stadt macht Werner Somlai im Herbst auf dem Bürgermeister-Sessel den Platz für ein neues Stadtoberhaupt frei.  

Wenn die Oberriexinger am 2. Juli zur Wahl gehen, werden sie einen neuen Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin wählen. Dies erklärte Bürgermeister Werner Somlai in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstag. Kurz nach zehn Uhr gab es zum letzten Tagesordnungspunkt „Bekanntgaben“ ein Statement des Rathauschefs. „Bitte haben sie Verständnis, mir machte die Arbeit Spaß, aber es gibt noch etwas nach dem Arbeitsleben“, so Werner Somlai zu seinen „privaten Gründen“, nicht mehr zu kandidieren. Sein Mandat im Kreistag möchte der 63-Jährige vorerst beibehalten. Im April 2017 wird die Stelle offiziell ausgeschrieben.

Dabei hätte die zuletzt aktuelle Änderung der Wahlkriterien für Bürgermeister eine weitere Amtszeit von acht Jahren mit Werner Somlai durchaus zugelassen. Demnach dürfen Kandidaten bei der Wahl das 65. Lebensjahr noch nicht beendet haben. Für Somlai wird die Zeit als Schultes aber nach nur einer Amtsperiode zum 30. September enden. Ab Oktober soll das neue Stadtoberhaupt des rund 3300-Einwohner-Städtchens das Zepter schwingen.

Wahlsieg äußerst knapp

Im Juli 2009 hatte sich Somlai bei der Bürgermeisterwahl durch gesetzt. Der Fachbeamte für das Finanzwesen leitete seit 1982 die Stadtkämmerei in Oberriexingen. Nur 35 Stimmen gaben damals den Ausschlag. Der heutige Hessigheimer Bürgermeister Günther Pilz, einst Hauptamtsleiter in Murrhardt und zuvor in Oberriexingen, war sein Kontrahent. Somlai erhielt 892 der 1758 abgegebenen Stimmen, was die absolute Mehrheit von 50,74 Prozent und den Wahlsieg bedeutete. Mit 73,87 Prozent gestaltete sich die Wahlbeteiligung enorm hoch. Somlai trat damals die Nachfolge von Willi Baur an, der nach 38 Jahren als Bürgermeister in den Ruhestand gegangen war. Letzteren strebt nun auch das aktuelle Stadtoberhaupt an. Rudi Kern

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