Landesweinprämierung Bester Trollinger kommt aus Hohenhaslach Martin Notz stellt Siegerwein - Erfolgreiche Genossenschaften

Stolz zeigen Martin und Andrea Notz die Urkunden, mit denen ihr Trollinger vom Hohenhaslacher Kirchberg zum besten Trollinger Württembergs gekürt wird. Fotos: Helmut Pangerl
Stolz zeigen Martin und Andrea Notz die Urkunden, mit denen ihr Trollinger vom Hohenhaslacher Kirchberg zum besten Trollinger Württembergs gekürt wird. Fotos: Helmut Pangerl
Sachsenheim / MICHAEL SOLTYS 14.11.2014
Das Ergebnis der Landesweinprämierung steht fest. Eine Fülle von Auszeichnungen regnet in diesen Tagen auf die Wengerter herab. Der beste Trollinger das Jahres 2012 stammt vom Weingut Martin Notz in Hohenhaslach.

Vorgestern waren Martin Notz und seine Frau Andrea noch in Berlin, um sich in der Landesvertretung die Auszeichung für den besten Trollinger aus Württember abzuholen. Gestern Abend überreichte ihnen der Ludwigsburger Landrat Dr. Rainer Haas in Heilbronn den Ehrenpreis des Weinbau-Landesverbandes. Dass sein Weingut ausgerechnet mit der Stammsorte der Schwaben aus dem Jahrgang 2012 siegreich ist, freut Martin Notz ganz besonders. "Das ist die Belohnung für die jahrelange Qualitätsarbeit in unserem Weingut", sagte er im Gespräch mit der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Die Reben, von deren Trauben der Trollinger ausgebaut wurde, stehen im Hohenhaslacher Kirchberg und sind mehr als 30 Jahre alt. Solche Reben wurzeln tief, erläutert Notz. Der Ertrag geht im Laufe der Jahre zurück, die Weine werden "dichter und vollmundiger". Einen Teil der Ernte von den 35 ar, auf denen die alten Reben stehen, hat Notz in kleinen Holzfässern ausgebaut, die schon zwei oder drei Mal in Benutzung waren. Zweimal wurde der Behang ausgedünnt, um den Ertrag zu reduzieren. Auch das habe dazu beigetragen, einen kräftigen und fruchtigen Trollinger in die Flasche zu bringen. Beim Fest in der Landesvertretung wurde der Wein zu schwäbischen Maultaschen serviert. "Das hat sehr gut gepasst", sagt Notz. Nach Bekanntwerden der Auszeichnung werde der Wein, von dem es ohnehin nur 2000 Flaschen gibt, eher zugeteilt als verkauft. Doch der neue Jahrgang stehe bereits bereit.

Von Weinbergen nur wenige Kilometer von Sachsenheim entfernt, stammt der beste weiße Burgunder. Es ist ein Grauburgunder Nobilis von 2012, ausgebaut von den Weingärtnern Stromberg-Zabergäu. "Damit können wir beweisen, dass wir auch als Großbetrieb große Weine erzeugen können", sagt Albrecht Hauber, der önologische Vorstand der Genossenschaft. Der siegreiche Wein gehört in die Premium-Kategorie der Genossenschaft. In diesen Weine steckt eine "Riesenarbeit", hebt Hauber hervor: Der Ertrag der Rebstöcke wird reduziert, bei der Lese werden die besten Trauben selektiert. Nach der Gärung wird der Wein im Barrique-Faß gelagert. Was Hauber an der diesjährigen Landesweinpämierung besonders freut: Die Genossenschaft, deren 1150 Mitglieder rund 750 Hektar Rebfläche bewirtschaften, liegt im Medaillenspiegel "weit, weit vorn".

Über gleich zwei erste Preise freut man sich bei der Felsengartenkellerei. Es gab sie für einen Muskateller und für einen Merlot. "Es ist schon etwas Besonderes, unter diesen vielen Weinen in mehreren Runden als der beste ausgesucht zu werden", bewertet Götz Reustle, der Vorstandschef der Besigheimer Genossenschaft, das Ergebnis. Der Merlot, der vor allem im Mittelmmeraum verbreitet sei, lasse sich unter den klimatischen Bedingungen Württembergs gut anbauen. Er sei eine Alternative für die Steillagen und werde den Mitgliedern zum Anbau empfohlen.

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