Sachsenheim Beim Spendenmarathon an den Geräten schwitzen

Spendenmarathon beim TV Großsachsenheim (von links): Elke Blum, Dieter Wenzel, Günter Blum, Günter Waldherr und Beate Hornung hoffen auf viele Teilnehmer.
Spendenmarathon beim TV Großsachsenheim (von links): Elke Blum, Dieter Wenzel, Günter Blum, Günter Waldherr und Beate Hornung hoffen auf viele Teilnehmer. © Foto: Martin Kalb
Sachsenheim / Jonathan Lung 15.02.2018

Die Idee war schnell da“, beschreibt Günter Waldherr vom Radtreff Sachsenheim, einer Abteilung des TV Großsachsenheim (TVG), das Entstehen des Plans, ein soziales Spendenprojekt auszurichten.

Inspiriert vom 24-Stunden-Radeln des ADFC Bietigheim-Bissingen, bei dem je nach gefahrener Strecke ein Betrag für einen wohltätigen Zweck gespendet wird, trägt die Radabteilung des TVG nun am Samstag, 24. Februar, erstmals einen Spendenmarathon aus. Zwischen 9 und 24 Uhr kann an diesem Tag im vereinseigenen, wetterunabhängigen, Sportstudio „SportPark“ an insgesamt 26 Geräten für den guten Zweck geschwitzt werden. Für jeden Kilometer, der an den Cross­trainern, Laufbändern, Spinning-Rrädern und Rudergeräten zurückgelegt wird, zahlt der Teilnehmer 50 Cent – die Sponsoren erhöhen den Betrag noch. „Wir wollen keinen Leistungssport betreiben, jeder soll bei der Aktion mitmachen können“, ist den Veranstaltern wichtig zu betonen. Die unterschiedlichen Geräte bieten individuelle Leistungsmöglichkeiten.

Der Radabteilung des TVG ging es bei der Idee der Spendenaktion von Beginn an darum, ein regionales Projekt zu unterstützen. So fiel die Wahl auf die Familienherberge Lebensweg in Illingen-Schützingen. Es ist die erste Spendenaktion der Radabteilung, weswegen die Organisatoren die Beteiligung nicht einschätzen können: „Wir wissen nicht, was auf uns zukommt: Werden es zu viele oder zu wenige Teilnehmer sein?“, sagt Günter Waldherr. Die Sponsoren, die die Teilnehmerbeiträge des Spendenmarathons vervielfachen, sind überwiegend Unternehmen aus der Gegend, überregionale Unternehmen zögerten bei der Beteiligung. Neben den Geldspenden wird es auch Sachspenden geben, so unter anderem Getränke von Alwa für die Sportler.

Das Projekt der Familienherberge Lebensweg, die durch die Spenden begünstigt werden soll, hat das Ziel, Familien mit schwerstkranken oder behinderten Kindern während eines Kurzzeitaufenthalts zu entlasten. Einem Urlaub ähnlich soll den Familien durch Unterstützung beziehungsweise Abnahme der Pflege – das Maß der Hilfe bestimmen die Besucher selbst – eine Auszeit gegeben werden. Das Projekt ist in Süddeutschland einmalig, deutschlandweit gibt es nur nahe Hamburg eine vergleichbare Einrichtung.

Hierzu entsteht in Illingen-Schützingen ein Gebäude, das am 1. Mai eingeweiht werden soll. Das Projekt finanziert sich größtenteils aus Spenden. Die Erstattungen der öffentlichen Stellen werden nicht kostendeckend sein, sodass während des laufenden Betriebs ein „Verlustgeschäft“ stattfindet, wie es Dieter Wenzel vom Förderverein formuliert. Darum seien Spender „enorm wichtig“, weshalb man sich freue, durch den TVG unterstützt zu werden und so „die Schallmauer zu durchbrechen“ und mit dem Projekt bekannter zu werden. Währenddessen lagen schon in der Rohbauphase des Gebäudes, in dem rund zwölf Familien wohnen können, knapp 50 Anmeldungen vor, die Nachfrage ist also gegeben.

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