Sachsenheim Bauvoranfrage im TA: Wohnanlage für Senioren?

Hohenhaslach, Ochsenbacher Straße 15: Hier plant ein privater Investor Seniorenwohnungen.
Hohenhaslach, Ochsenbacher Straße 15: Hier plant ein privater Investor Seniorenwohnungen. © Foto: Martin Kalb
RUDI KERN 20.04.2013
Grundsätzlich Zustimmung fand die Bauvoranfrage für eine Seniorenwohnanlage in Hohenhaslach nun im Technischen Ausschuss. In puncto planerische Umsetzung des Vorhabens gab es jedoch noch einige Bedenken.

Auf dem Grundstück Ochsenbacher Straße 15 in Hohenhaslach sollen die Gebäude abgebrochen werden. Ein Wohnhaus mit Scheune und Geräteschuppen könnten nach den Wünschen der Eigentümer einer Neubebauung weichen. Ein Plan sieht die Errichtung einer Seniorenwohnanlage vor, für die nun eine Bauvoranfrage beim Bauamt der Stadt vorlag.

Wie Ortsvorsteher Alfred Xander in der TA-Sitzung ausführte, diene die formlose Voranfrage des Architekten einer grundsätzlichen Klärung der Bebauungsmöglichkeit. Mit der Planung würden Fragen verbunden sein, wie es sich zum Beispiel mit der Nachbarschaft zu Geschäftsgebäuden verhält oder wie die Grundstücksstruktur den Platz ausnützen kann. Wie der Technische Beigeordnete Gunter Albert in seinem Sachvortrag erläuterte, gibt es für das Grundstück selbst keinen Bebauungsplan. Das Areal liegt in zentraler Lage von Hohenhaslach und wäre daher für solch eine beabsichtigte Nutzung gut geeignet. "Das Gebäude ist relativ inhomogen, von kleinteiliger Wohnbebauung bis zu größeren landwirtschaftlichen Gebäuden ist alles vorhanden", steht in der Sitzungsvorlage.

Albert sah grundsätzlich ein Einvernehmen für die Bebauung mit einer Seniorenwohnanlage. Laut der eingereichten Unterlagen ist eine Bebauung mit zwei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss vorgesehen. Zudem sieht der Grundriss für das Erd- und Obergeschoss jeweils sechs Wohneinheiten verschiedener Größen vor. Für die Parkplätze liegen noch keine Pläne vor, vorstellbar ist für Albert eine Tiefgarage. Die Bebauung im Innenbereich sei auf dem Plan geringfügig überschritten, aber noch im verträglichen Rahmen. "Eine Gemeinschaftsanlage ist eindeutig zulässig, wenn die Gegebenheiten ordentlich gelöst sind", so Gunter Albert mit Hinweis auf eine entsprechend detaillierte Planung. Wenn eine klare Anfrage für ein Bauvorhaben komme, gebe es ein Ja oder Nein.

Aus den TA-Reihen gab es dazu einige Nachfragen und Anregungen. Wie die Grundstücke hinter der Wohnanlage zu erreichen seien, lautete die Frage von Hugo Ulmer (CDU) zu den Wiesen am Bach. "Das Grundstück in dieser Form zu bebauen, sagt mir in keinster Weise zu", meinte Siegfried Jauß (FW). So sah es auch Günter Dick (GLS). Das Projekt sei leicht überdimensioniert und gehe über die Umgebungsbebauung hinaus, entspreche damit auch nicht dem dörflichen Charakter in Hohenhaslach. Hans-Günter Janßen (CDU) sah eine Seniorenwohnanlage, wenn entsprechende Flächen zur Verfügung stehen, für Hohenhaslach positiv. Seine Empfehlung lautete allerdings dahingehend, ein solches Projekt eher in der Horrheimer Straße zu realisieren. Südlich des Mühlgrabens sei in Hohenhaslach ein mögliches Areal für eine Seniorenwohnanlage ausgewiesen worden, erinnerte Alfred Xander (FW) an frühere Planungen.

Beigeordneter Albert will die Antwort zur Bauvoranfrage mit den Anregungen aus den Wortmeldungen der Ratsmitglieder weitergeben. Ein Bauantrag müsse dann das Ratsgremium durchlaufen.