Versprechen will Stadtsprecher Matthias Friedrich nichts, was die Fertigstellung der Baustelle Bissinger Straße angeht. Offiziell ist diese noch bis zum 30. September voll gesperrt. Doch die Arbeiten gehen gut voran. „Der Plan ist, dass bis zum Ende der Ferien die gröbsten Arbeiten fertig sind“, sagt er. Dann wolle man „mit dem Landratsamt abstimmen, was möglich ist“. Ob das eine komplette vorzeitige Aufhebung der Sperrung oder die Freigabe einer Fahrspur ist, dazu könne man zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben machen.

Derweil mussten die Kosten für die Maßnahmen aus zwei Gründen noch einmal um knapp 80 000 Euro nach oben korrigiert werden. Erstens: Die Bushaltestelle Friedhof/Bissinger Straße wird barrierefrei. Diese Arbeiten mit Kosten von 27 000 Euro für die ausführende Firma Lutz Krieg kommen obendrauf. Im Zuge der jetzigen Baustelle in der Bissinger Straße sollen in den zwei Haltestellen die Bordsteine und die Blindenmarkierung den gesetzlichen Vorgaben angepasst werden.

Nachtrag aus zwei Gründen

Dass dieser Nachtrag jetzt kommt, begründet die Stadt wie folgt: Ursprünglich sollte die bereits für 2016 geplante Sanierung der Bissinger Straße von der Hauptstraße bis zur Einmündung Friedhof gehen. „Mit den Jahren kamen zusätzliche Gewerke dazu, sodass die Maßnahme bis in die Lichtensternstraße/ Ecke Jahnstraße erweitert wurde. Dabei wurden die neuen Anforderungen für barrierefreie Bushaltestellen nicht berücksichtigt“, erklärt die Stadt. Aber auch die Sanierung wird teurer: Für die Erneuerung der Straße und Gehwege wurden knapp 174 500 Euro an die Firma Lutz Krieg vergeben. Da es sich um eine Landesstraße handelt, erhielt die Stadt einen Zuschuss vom Land von 64 800 Euro. Der Anteil der tatsächlichen Kosten fürs Land Baden-Württemberg belaufe sich aber auf 107 400 Euro, jener der Stadt auf 67 100 Euro. Die Differenz sei „laut Vereinbarung mit dem Regierungspräsidium Stuttgart von Sachsenheim zu tragen.“