Mit der Frage, welcher Standort für den Bau eines 26 Meter hohen Mobilfunkmasts in Kleinsachsenheim besonders geeignet sei, hatte sich der Technische Ausschuss eigentlich bereits im vergangenen Jahr auseinandergesetzt. Nun stand das Thema kürzlich erneut auf der Tagesordnung einer Ausschusssitzung - und auch das Ergebnis der Diskussion ähnelte der Entwicklung des vergangenen Jahres.

Denn im aktuellen Fall war es allein Bürgermeister Horst Fiedler, der dafür stimmte, in Kleinsachsenheim in direkter Nähe zum Netto-Markt und dem Kreisverkehr am Ortseingang einen 26 Meter hohen Mobilfunkmast zu errichten. Die Mitglieder des Ausschusses hingegen stimmten geschlossen gegen die Pläne der Stadt.

Zum Hintergrund: Der Technische Ausschuss hatte bereits im März 2014 der Verwaltung nahegelegt, bei der damals angedachten Platzierung eines solchen Masts neben der Kleinsachsenheimer Mehrzweckhalle nachzubessern. Nach den Wünschen des Ausschusses sollte das Bauwerk von den Parkplätzen weiter in Richtung eines Grünstreifens verlegt werden. Doch zu einer erneuten Debatte über das Thema kam es im vergangenen Jahr nicht mehr - denn Ende Mai 2014 gab die Verwaltung bekannt, dass man diesen Standort verworfen habe. Bei der jetzigen Ausschusssitzung handelte es sich also um einen erneuten Anlauf, um das Projekt auf den Weg zu bringen.

Lothar Makkens (FW), Mitglied des Technischen Ausschusses, erläuterte im Gespräch mit der Bietigheimer Zeitung, dass man vor allem gegen die aus seiner Sicht verfehlte Standort-Wahl und nicht gegen den Bau eines Masts an sich gestimmt habe. Man wünsche sich lieber einen Standort, der sich etwas außerhalb des Ortes befinde. Nicole Raichle, Sprecherin der Stadt, führte aus, dass auch anderweitige Gründe bei der Diskussion um den Mobilfunkmast eine Rolle gespielt hätten. So nannte sie Gründe städtebaulicher Art wie Schattenwurf, die Gefahr durch herabfallendes Eis im Winter oder die Größe. Im Vorfeld der Ausschusssitzung war der Standort laut der Beschlussvorlage mit dem TSV Kleinsachsenheim abgestimmt worden. Zum Hintergrund des Bauprojekts führte die Stadt aus, dass die Firma Vodafone bereits einen Sendestandort im Äußeren Schlosshof in Großsachsenheim betreibe. In Kleinsachsenheim habe Vodafone nun an dem neuen Standort bauen wollen, "um die Abdeckung und die Versorgung mit neuester Übertragungstechnik zu optimieren". Eigentlich sollte auch ein Nutzungsvertrag mit Vodafone geschlossen werden.