Angekommen“, so das Motto des Abends. Einerseits Sportler, die sich ein Ziel gesteckt haben und nun dort angekommen sind. Andererseits Menschen, die ein Ehrenamt bekleiden und dort „angekommen“ sind. Und auch Menschen, die Blut spenden sowie das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das das ermöglicht. Sie alle standen am vergangenen Samstagabend in der Mehrzweckhalle in Kleinsachsenheim im Rampenlicht – ihre Leistung sollte prämiert werden.

Die Ehrungen nahm Bürgermeister Holger Albrich persönlich vor, der 2018 noch als Vorsitzender des Tennisvereins auf der Bühne stand. „Die Herzkammer der Stadt“ seien die Vereine, betonte er deren Wichtigkeit.

Musik und Witz

Das Rahmenprogramm bestritten an diesem Abend „Soul Control“ mit gefühlvollen Titeln ebenso wie der Comedian Elmar Kleinbrahm. Den Anfang machten die Sportler, die wie jedes Jahr mit den Urkunden in Bronze, Silber und Gold ausgezeichnet wurden. 102 Sportler wurden für ihre nationalen wie internationalen Erfolge geehrt, über 40 mehr als im Jahr davor. Die Sportarten erstreckten sich dabei vom Elektro-Segelflug über Schach, Bogenschießen, Schwimmen, Basketball, Tischtennis bis zu BMX-Race. Auch der alljährliche „Sportler-Talk“ fand wieder statt, Matthias Eigel, der auch den Abend moderierte, interviewte verdiente Sportler. Doch, das war Bürgermeister Albrich wichtig: „Im Sport gibt es keine Verlierer. Jeder der seinen Schweinehund überwindet und etwas macht, ist ein Gewinner.“

Als nächstes stand die Ehrung Ehrenamtlicher aus den Vereinen auf dem Programm. Bürgermeister Albrich betonte die Relevanz des Ehrenamts für die Gesellschaft. In Vereinen, Initiativen oder Parteien engagiert sich fast jeder zweite Baden-Württemberger, was ihm, laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), auch persönlich etwas einbringt: Größere Lebenszufriedenheit, ein starkes soziales Netz und damit einhergehend ein geringeres Krankheitsrisiko. Darum erlaubte sich Albrich auch, das Zitat von Wilhelm Busch, dem Schöpfer von Max und Moritz, umzukehren: „Willst du froh und glücklich leben, lass ein Ehrenamt dir geben.“

„Stille Helden des Alltags“ seien es, die man nun ganz bewusst in den Vordergrund rücken wolle, so der Bürgermeister (siehe Infokasten). Doch die Ehrung richtete sich nicht nur an sie, sondern an alle Ehrenamtlichen der Stadt: „Sie tragen dazu bei, dass in unserem Gemeinwesen vieles möglich bleibt und manches erst möglich wird“, betonte der Bürgermeister.

Verantwortung übernehmen

Nach dem Auftritt der „Drei Tenöre“ des TV Ochsenbach betrat wieder der Bürgermeister die Bühne. „In der heutigen Zeit ist fast alles künstliche herstellbar“, stellte er fest. 3D-Drucker haben gerade erst ein menschliches Herz gedruckt. Blut allerdings sei nicht künstlich herstellbar. „Hier müssen nach wie vor Menschen ein Stück Verantwortung für ihre Mitmenschen übernehmen, indem sie Blut spenden“, so Albrich, selbst seit Studienzeiten Blutspender, der vor diesem Hintergrund auch entschieden für die Organspende warb.

38 Personen wurden an diesem Abend geehrt, sie hatten mindestens zehn Mal, zwei sogar insgesamt 125 Mal Blut gespendet. „Sie schauen nicht nur zu, sondern bewegen etwas!“, lobte Albrich.

Für ihr Ehrenamt ausgezeichnet


Geehrt wurden: Gerald Joos vom Schützenverein Großsachsenheim, Holger Springer vom Schwäbischen Albverein OG Häfnerhaslach, Senta Teifl-Veigel vom Schwäbischen Albverein OG Sachsenheim, Daniel Manthey von den Sportfreunden Großsachsenheim, James Knox vom TSV Häfnerhaslach, Harald Mathias und Alexander Schätzle vom Turnverein Großsachenheim sowie Ingo Andree von der Urzelnzunft Sachsenheim.

Sie alle haben sich über ein Jahrzehnt, oder sogar 25 Jahre – wie James Knox als Trainer und Betreuer der Basketballabteilung – in wichtigen Funktionen ihrer Vereine engagiert. jol

Für ihre Blutspende ausgezeichnet


20 Personen spendeten 10 Mal, 8 Personen 25 Mal.

50 Mal spendeten Michaela Futterer, Simone Moosbrugger, Norbert Müller, Hartmut Pröger und Stefan Zwiefelhofer. 75 Mal spendete Gerhard Wenzelsburger.

100 Mal spendete Hans Müller.

125 Mal spendeten Erwin Lorch, Gert Mankart. jol