Einsturz Abriss-Stopp wegen Stadtmauer

Mauer stürzt in Oberriexingen ein Oberriexingen In der Kronengasse ist eine Mauer eingestürzt, das THW hat das denkmalgeschützte Bauwerk mit Balken abgesichert.
Mauer stürzt in Oberriexingen ein Oberriexingen In der Kronengasse ist eine Mauer eingestürzt, das THW hat das denkmalgeschützte Bauwerk mit Balken abgesichert. © Foto: Martin Kalb
Mathias Schmid 13.01.2018

Den Schock im Oberriexinger Rathaus hat das Team um Bürgermeister Frank Wittendorfer mittlerweile verdaut. Beschäftigen wird das abgesackte Stadtmauerstück die Stadt aber noch eine ganze Weile. Die Abrissarbeiten an den beiden angrenzenden Häusern wurden nun zunächst auf Eis gelegt, bis die Lage vor Ort neu bewertet wurde. Das sagte der Bürgermeister auf BZ-Nachfrage am Freitag.

Denn genau der Abriss der von einem der beiden Häuser hatte am Montag zu einer Kettenreaktion geführt (die BZ berichtete): Zuerst stürzte durch einen Fehlgriff eines Baggerarms ein Gewölbekeller in der Oberen Gasse hinter dem Rathaus ein. Dadurch gab auch ein Teil der historischen Stadtmauer nach. Mehr als 24 Stunden waren Einsatzkräfte damit beschäftigt, die Mauer zu sichern.

Jetzt sollen zunächst Statiker und das Denkmalamt des Landkreises Ludwigsburg die Lage vor Ort überprüfen, bevor die Bauarbeiten weitergehen.Ein gut zehn Meter langer Teil der Mauer stand bereits frei. Das davor stehende Gebäude wurde bereits vor rund zwei Jahren abgerissen. Hinter den beiden Gebäuden, die jetzt fallen sollen, stehen weitere rund 30 Meter Stadtmauer, ebenfalls denkmalgeschützt.

Auf dem dann frei werdenden Gelände soll ein Aufenthaltsplatz sowie ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Auch die Stadtmauer sollte ohnehin saniert werden. Ebenfalls noch nicht geklärt ist die Frage der Kostenübernahme. Neben den langen Einsätze verschiedener Ortsgruppen des Technischen Hilfswerks, musste auch der eingestürzte Gewölbekeller mit rund 60 Kubikmetern Beton befüllt werden.