Unterhaltung „Kulturbier“ auf Erfolgskurs

Für beste Unterhaltung sorgte das Duo "Helge und das Udo" beim Kleinsachsenheimer "Kultbier".
Für beste Unterhaltung sorgte das Duo "Helge und das Udo" beim Kleinsachsenheimer "Kultbier". © Foto: Helmut Pangerl
Sachsenheim / Susanne Yvette Walter 08.10.2018

„Kulturbier“, das ist in der Umgebung von Kleinsachsenheim längst zum Synonym für einen spaßigen Abend auf verschiedenen Ebenen geworden. Alle zwei Jahre lädt der TSV Kleinsachsenheim zu diesem geselligen Abend ein, der am Samstagabend das Duo „Helge und das Udo“ in die Festhalle führte.

Kaum ein freies Plätzchen und keiner lässt das Kabarettduo „Helge und das Udo“ aus den Augen, die als Dank für jeden gelungenen Schlagabtausch die Lachsalven auf ihrer Seite haben. So ist das wohl normal, wenn man zum „Kulturbier“ in die Kleinsachsenheimer Festhalle kommt. „Das Konzept ist einzigartig. Weit und breit gibt es das nicht nochmal: Zuerst läuft ein niveauvolles Comedyprogramm und später wird getanzt, denn nach dem Comedyabend ist die Energie ja noch lange nicht verpufft, im Gegenteil“, erklärt TSV-Pressewartin Andrea Reimer.

Dass heute das „Kulturbier“ als Veranstaltungsreihe so hoch im Kurs steht, hätte vor 18 Jahren, als die Veranstaltung erstmals organisiert wurde, keiner gedacht. Damals feierte der Verein sein 100-jähriges Bestehen, und man suchte nach einer geeigneten Veranstaltung.  „Dabei stießen wir auf Erich Eppich, eine Legende in Kleinsachsenheim, leider schon gestorben. Der hatte eine kleine Kneipe und lud immer wieder dorthin zum ,Kulturbier’ ein und ließ lokale Künstler auftreten. Er überließ uns den Namen, und wir starteten in der Festhalle ebenso wie Erich Eppich mit Künstlern aus der Gegend“, erzählt der Vorsitzende Reiner Thaller.

Fortsetzung verlangt

Die damalige Jubiläumsveranstaltung kam so gut an, dass das „Kulturbier“ nach Fortsetzung verlangte. Matthias Eigel und Martina Haller aus den Reihen des TSV holten in den kommenden Jahren Künstler, die auch auf internationalen Bühnen zu Hause sind nach Kleinsachsenheim wie Heinrich Del Core oder sogar Wommy Wonder. „Anrufen kostet ja nix, fragen kann man mal und Frechheit siegt“, sagten sich Eigel und seine Mitstreiter und tatsächlich bissen die großen Künstler an.

Bei der zehnten Auflage stand der Witz über den schwäbischen Dialekt zwar im Vordergrund, ansonsten kamen mit „Helge und das Udo“ zwei Künstler nach Kleinsachsenheim, die im ganzen Land voller Wonne ihre Späße treiben. „Jetzt isch der Koi koi echter Koi net gwä“, fängt einer der beiden an und minutenlang amüsiert sich der Saal lachend über das Wortspiel. „Helge und das Udo“ tanzen in schwarzen Anzügen Twist und singen dabei ihre Philosophie vom Leben ins Publikum. Die beiden Spaßvögel karikieren und vergleichen die beiden Filme „Titanic“ und „Meuterei auf der Bounty“. „Die Hammeraction im Eismeer, wenn’s nur nicht so ein Scheiß wär“, und „Helge und das Udo“ dichten und dichten und alles lacht Tränen. Hinten im Saal am Stehtisch freuen sich Thaller und der zweite Vorsitzende Herbert Seidel, dass das „Kulturbier“ wieder auf so amüsierte Abnehmer trifft. „Immer wieder ein toller Abend hier, ohne das ,Kulturbier’ würden wir hier in einer Kleinkunstwüste sitzen“, sagt eine Besucherin.

Helfer aus allen Abteilungen

Aus allen Bereichen und Abteilungen des TSV rekrutieren sich die Helfer für diesen Abend. Zehn allein sind notwendig um die Kommandozentrale zu steuern. Ansonsten ist der Verein auf helfende Hände aus allen Abteilungen angewiesen. „Wir hoffen, dass wir auch weiterhin genügend Leute zusammenbekommen für dieses tolle Fest, das einzige seiner Art in der Umgebung.“ Das Besondere: Bei jedem „Kulturbier“ darf die Band oder der Solomusiker am Ende nicht fehlen, um den Sound für so manchen Foxtrott beizusteuern. „Diesmal unterhalten ,Die Millers’“, erklärt Reiner Thaller nach dem Comedyabend. Die Gäste und viele Tänzer stehen buchstäblich schon in den Startlöchern. Der Raum vor der Bühne ist begrenzt, aber die Stimmung passt.

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