Einwohnerversammlung „In Oberriexingen kann man alt werden“

Oberriexingen / ban 16.04.2018

„Heute haben wir fast 3300 Einwohner. Das Durchschnittsalter beträgt 43 Jahre. Im letzten Jahr hatten wir einen Geburtenüberhang von 14 Personen“, sagte Oberriexingens Bürgermeister Frank Wittendorfer bei der Einwohnerversammlung am Freitag in der Festhalle in Oberriexingen. Der Anteil an jungen Einwohnern bis 16 Jahre betrage 34 Prozent, 14 Prozent seien 70 Jahre und älter. So feiere die älteste Einwohnerin dieses Jahr ihren 95. Geburtstag. „Sie sehen, in Oberriexingen kann man alt werden. Dazu müssen wir als Gemeinde aber die Angebote für die Kinder und Jugendlichen verbessern sowie attraktiv für Familien und Senioren jeglichen Alters bleiben“, sagte der Verwaltungschef.

Ehrennadeln für Blutspender

Der Bürgermeister würdigte im Anschluss das Engagement der Blutspender, die von Steffen Schassberger, dem stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiter des DRK Ludwigsburg, mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet wurden.

Weiter ging es mit den aktuellen Gemeindeprojekten, darunter die Erschließung Schrannenäcker Süd, der abgeschlossene erste Abschnitt der Sporthallenrenovierung und der fertiggestellte Parkplatz am Sportgelände. Im angrenzenden Areal habe sich der OGV bereiterklärt, eine Wildblumenwiese für Insekten und Vögel anzulegen.

Wittendorfer legte daraufhin den Haushaltsplan 2018 dar. Auch der aktuelle Stand zur einsturzgefährdeten Stadtmauer wurde erläutert, ebenso wie die weitere Neuordnung der Oberen Gasse. Bei den Neuprojekten wurde die Sanierung der Theodor-Storm-Straße ab Sommer genannt sowie die Sanierung des Fachwerkhauses in der Hauptstraße 20. Bei letzterem erhalte die Stadt die Hälfte der Umbaukosten aus einem entsprechenden Sanierungsprogramm für die Schaffung von rund 230 Quadratmetern Wohnraum in einem stadtbildprägenden, historischen Gebäude.

Dank an den Asylkreis

Auch die Sanierung des Obdachlosenheims sowie die Situation für Asylbewerber wurden kurz thematisiert. In diesem Zusammenhang bedankte sich Wittendorfer beim Asylkreis. Straßensanierungen, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, die Wegesanierung und Urnenstelen-Erweiterung auf dem Friedhof sowie die Möblierung des Backhaus-Vorplatzes im Jubiläumsjahr der Landfrauen waren weitere Punkte. Auch der Funpark am Sportgelände in Form eines Pumptrack werde weiterhin geplant, um für die junge Einwohnerschaft ein attraktives Bewegungsangebot zu schaffen. Wittendorfer berichtete von einem Verweilplatz am Enztalradweg – die Zuschüsse dafür seien bereits bewilligt. Mit dem Erwerb einer Wohnung im neuen Baugebiet erhoffe man sich zudem die Ansiedlung einer Allgemeinarzt-Praxis.

Zum Schluss kamen die Einwohner zu Wort und gaben Wittendorfer Hausaufgaben mit auf den Weg – darunter die Erweiterung der Aussegnungshalle, ein behindertengerechtes WC im Festhallen-Foyer und die lang ersehnte Busverbindung nach Sersheim. Hier stellte Wittendorfer einen gemeinsamen Antrag mit der Nachbarkommune in Aussicht und zwar für eine Ringverbindung im Zuge der Süderweiterung Eichwald. „Wir werden’s versuchen“, lautete sein Schlusswort, das mit entsprechend Applaus bedacht wurde.

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