Gemeinderat 30er-Zone mit Bäumen und Bremsschwellen

Oberriexingen / Yasina Hipp 21.06.2018

Nach der Sanierung der Großmoltenstraße 2016, wird nun auch die Theodor-Storm-Straße in Oberriexingen in Angriff genommen. Das hat am Dienstag der Gemeinderat beschlossen.

„Der Zustand ist nicht mehr optimal und veraltet. Diverse Schlaglöcher und ein defekter Straßenunterbau machen eine Sanierung notwendig“, sagte Bürgermeister Frank Wittendorfer. Das Ingenieurbüro Daeges war beauftragt worden, Planungsentwürfe für die stark frequentierte Straße mit Zubringer- und Abholverkehr, vor allem im Bereich der Grundschule, zu erstellen.

Oliver Daeges, Tiefbauingenieur, präsentierte den Gemeinderäten nun zwei mögliche Varianten und einen aktualisierten Kostenvoranschlag. Bei der ersten Variante, wird der Bordstein auf beiden Seiten der Straße auf drei Zentimeter abgesenkt. Zusätzlich soll es, statt bisher, drei Bremsschwellen nur noch zwei, dafür moderne, geben. Und bei der Einfahrt in die Straße wird die Tempobeschränkung auf 30 Kilometer pro Stunde deutlich gemacht. Auf der Südseite der Straße sollen insgesamt 15 Bäume gepflanzt werden, dazwischen würden 19 Längsparkplätze entstehen. „Mit den Bäumen können wir der Straße einen neuen Charakter geben und durch die Bremsschwellen wäre an zwei Stellen ein barrierefreier Übergang möglich“, nannte Daeges die Vorteile dieser Variante. Gemeinderätin Beate Fetzer meinte: „Im Bereich vor der Schule fahren die Eltern dann aber auf den niedrigen Bordstein. Das wäre für die dort laufenden Kinder gefährlich.“

Mix der zwei Varianten

Die zweite Variante sieht ebenfalls die neuen Bremsschwellen vor, allerdings würden nur 8 Bäume gepflanzt und somit nur 13 Längsparkplätze entstehen. Der Bereich vor der Grundschule würde komplett frei bleiben. Die Kosten der ersten Variante belaufen sich laut Oliver Daeges auf 398 000 Euro die zweite Variante wäre um zirka 40 000 Euro günstiger.

Gemeinderätin Anja Schäberle sagte: „Ich fände einen Mix der beiden Varianten gut. Der drei Zentimeter hohe Bordstein mit den Bäumen aus der Variante eins, mit dem freien Bereich vor der Schule aus Variante zwei.“ Letztlich beschloss der Gemeinderat mehrheitlich eine „modifizierte Variante eins“: Poller auf dem Gehweg im Schulbereich, Längsparkplätze vor der Schule, den Drei-Zentimeter-Bordstein und das gleiche Straßenpflaster wie in der Großmoltenstraße.

Bis Sommer soll die Planung fertig sein und eine Infoveranstaltung für Bürger stattfinden. Ausschreibung und Vergabe erfolgen im Herbst.

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