Berlin/Reutlingen/Münsingen Zwei aus der Region sind spitze

SWP 11.12.2015
Andre Pul, Holzbearbeitungsmechaniker, und Jonas Mauz, Industriemechaniker, haben bei den Abschlussprüfungen herausragende Ergebnisse erzielt.

Bei der nationalen Azubi-Bestenehrung in Berlin wurden zwei Azubis aus der Region für ihre Leistungen geehrt.

"Ich war ehrlich überrascht", sagt der bundesweit beste Holzbearbeitungsmechaniker-Azubi Andre Pul über seine Traumnote bei den Abschlussprüfungen 2015. Der 25-Jährige kommt aus Münsingen und hat beim Fertighaushersteller Schwörer-Haus KG in Hohenstein-Oberstetten gelernt. Nach der Fachhochschulreife und Wehrdienst wollte er eigentlich eine Ausbildung als Industriemechaniker beginnen. Die Plätze waren alle schon belegt, also dachte er um. Das hat sich offensichtlich gelohnt. Nun möchte Andre Pul bei seinem Ausbildungsbetrieb erst einmal Berufserfahrung sammeln, Studium oder Weiterbildung sind jedoch nicht ausgeschlossen.

"Ich habe eine Begabtenförderung von 2000 Euro jährlich erhalten", so der junge Mann. Das Weiterbildungsstipendium vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für die besondere Leistung soll nicht ungenützt bleiben.

Jonas Mauz, bundesbester Industriemechaniker-Azubi, zog nach dem Abitur von Langenenslingen bei Riedlingen extra für die Ausbildung beim Reutlinger Flachstrickmaschinenhersteller H. Stoll AG & Co. KG. in die Region.

"Das duale Studium nach dem Reutlinger Modell war genau das Richtige für mich." Nach zwei anstatt nach 3,5 Jahren hat er nun den Abschluss in der Tasche. "Ein wenig Geld verdienen ist nicht schlecht und für das Studium kann ich das praktische Wissen gut gebrauchen." Denn jetzt heißt es in Vollzeit studieren. Richtig viel lernen musste der 20-Jährige nicht: "Wenn man es kapiert hat, dann braucht man nicht zu lernen."

Für die beiden erfolgreichen jungen Männer geht es am 14. Dezember zur Nationalen Bestenehrung nach Berlin. Die Moderatorin Barbara Schöneberger wird durch den Abend führen, Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles ist auch dabei und hält die Festrede, heißt es in einer Mitteilung.