Albverein Zu Burgen und Felskämmen

Die Pfullinger Wanderer waren unterwegs auf dem Escapardenne Lee Trail.
Die Pfullinger Wanderer waren unterwegs auf dem Escapardenne Lee Trail. © Foto: Albverein
Pfullingen / swp 03.07.2018

Wieder einmal stand eine mehrtägige Wanderfahrt nach Luxemburg auf dem Programm der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins. Diesmal hatten die Wanderbegleiter Traude und Gerhard Spardella sowie Gerhard Stolz und Doris Sautter den Escapardenne Lee Trail zum Wandern ausgesucht. Dieser mit einem europäischen Wandersiegel qualifizierte Weg beginnt in Ettelbruck. Die 28 Teilnehmer kamen gleich nach dem Start zu einer der zahlreichen Erinnerungsstätten an den Zweiten Weltkrieg, zum Patton-Denkmal. Zuerst wurde noch die gemächliche Landschaft des Gutlandes durchwandert. Dann aber folgte der Aufstieg zum Ardenner Hochplateau.

Am zweiten Tag stand zuerst eine Führung durch die Burg Bourscheid an. An der Mühle Bourscheid begannen dann die Pfullinger mit ihrer zweiten Tagesetappe. Auf einem Naturpfad folgten sie der Sauer flussaufwärts. Nachdem sie über eine ungewöhnliche Metallkonstruktion die Eisenbahngleise überquert hatten, mussten sie einen kurzen, aber steilen Hang hinaufklettern. Zur Abwechslung folgte dann ein Pfad, der sich durch die Felsvorsprünge des „Féischterleen“ schlängelte.

Grandiose Aussicht

Lohhecken begrenzten den Weg hinauf zum Dorf Bourscheid. Bei der Mittagsrast konnten die Wanderer eine grandiose Aussicht genießen. Am „Napoleonknäppchen“ hatten sie mit 505 Metern den höchsten Punkt ihrer Wanderung erreicht. Auf weiterhin schönen und schmalen Naturpfaden gelangten die Wanderer zur Goebelsmühle. Von hier aus weiterhin mehr bergauf als bergab ins Schlindertal. Hier stand dann die letzte Herausforderung des Tages an, die „Molberlee“, ein Felskamm, der das Schlindertal mit dem 200 Meter weiter oben auf dem Plateau gelegenen Dorf Hoscheid verbindet.

Ein Lied angestimmt

Am dritten Tag führte der Wanderweg zuerst entlang eines „Klangweges“ hinunter ins Schlindertal. Bei der Kapelle Saint-Michel stimmten die Albvereinler dann ein Lied an. Durch mannshohe Ginsterbüsche erreichten sie einen abgelegenen Winkel im Tal. Hier hatten sich in einem Bunker 17 junge Luxemburger einige Monate versteckt und schafften es so, sich dem Militärdienst in der Wehrmacht zu entziehen. Durch das Heidegebiet Bomm gelangten die Wanderer dann hinab nach Kautenbach, wo der Escapardenne Lee Trail endet. Mit dem Bus fuhren sie zu Schumanns Eck. Diese Straßenkreuzung war im Winter 44/45 hart umkämpft.

Zur Abrundung wurde noch in Wiltz das Museum der Ardennen-Offensive besucht und daran anschließend gab es noch eine Führung durchs nationale Braukunstmuseum mit einem Versucherle.

Im Naturpark

Am letzten Tag wanderten die Pfullinger noch im Naturpark Our. Nach insgesamt über 75 Kilometern Wanderstrecke bei sommerlichen Temperaturen und rund 2500 Höhenmetern hatten die Teilnehmer eine erlebnisreiche und beeindruckende Tour absolviert.

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