Theater proben, Anfahrtslogistik prüfen, Fahrräder polieren - in der Bruderhaus-Diakonie bereiten sich Mitarbeiter und Klienten vieler verschiedener Einrichtungen auf das Großereignis in Stuttgart vor. "Damit wir klug werden" lautet das Motto des Kirchentags vom 3. bis 7. Juni im Bereich der evangelischen Landeskirche in Württemberg.

"Wir zeigen, wie die Bruderhaus-Diakonie mit ihren an Zielgruppen ausgerichteten Angeboten klug handelt", sagt Pfarrer Lothar Bauer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. "Die inklusiven Wohnangebote, die wir am Donnerstag auf dem Markt der Möglichkeiten vorstellen, sind Modell und Denkanstoß, wie gesellschaftlich klug gelebt werden kann." Das drückt auch die Literatur der Wortfinder aus, Texte von Menschen mit geistiger Behinderung, vorgestellt auf der Bühne im Diakonie-Viertel.

Im Quartier rund um die Leonhardskirche präsentiert sich die Stiftung im Verbund der Diakonie mit Informationen zu Inklusion und Pflege, sozialem Engagement und Angeboten der Altenhilfe.

Das inklusive Theaterensemble spielt am 4. Juni um 14.30 Uhr im Theaterhaus Stuttgart "Gustav Werner: Was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert. Die Geschichte des schwäbischen Franziskus". Kinder der Kunsttherapie der Oberlin-Jugendhilfe zeigen im Haus der Wirtschaft ihre Sicht auf Familie.

Internationales Flair bringen Gäste aus dem Diakoniezentrum in Tandala, Tansania, mit, ein Kooperationsprojekt der Behindertenhilfe Neckar-Alb der Bruderhaus-Diakonie mit dem afrikanischen Unterstützungszentrum. Kirchentagsbesucher erleben, wie die Gäste Körbe flechten und können mitmachen, Stand A 04, Markt der Möglichkeiten, Zelthalle 9.

"Afrikanische Rhythmen vereinen Kontinente" heißen die Auftritte des Chors Sumasesu aus Tansania, der sich mit Gesang und Rap für Toleranz engagiert. Fahrräder für Menschen mit Handicap und Ausbildungsberufe rund ums Fahrrad stellen Mitarbeiter der Fahrradwerkstatt zudem am Stand A 19 im Markt der Möglichkeiten in Zelthalle 4 vor.

Ein Kirchentagssouvenir haben Klienten vorbereitet: die Stuttgarter Stiftskirche als Vesperbrettchen samt Halterung für das Frühstücksei, Zelthalle 9.

Im Literaturgottesdienst "Ein ganzes halbes Jahr" widmet sich Pfarrer Martin Enz am 5. Juni dem Thema Sterbehilfe im Gemeindezentrum St. Rupert. Trost für Kinder und Familien in Trauer möchte Trauerdiakonin Eva Glonnegger mit dem Gottesdienst am 6. Juni geben im Zentrum für Kinder der Universität Stuttgart. Ein Zeichen für Inklusion setzt die große Diakonie-Parade am Samstag mit Übergabe einer Inklusionsfackel an Stuttgarts Sozialbürgermeisterin Isabel Fezer. Die Bruderhaus-Diakonie beteiligt sich am Zug, der mit Aktionen, Musik und Bildern durch die Innenstadt zieht. Beginn ist um 14 Uhr.

Info Details zum Programm auch unter www.bruderhausdiakonie.de.