10 Fragen an ... Johannes Wendelstein - Vorsitzender des Jugendgemeinderats Pfullingen

Johannes Wendelstein, Vorsitzender des Jugendgemeinderats Pfullingen
Johannes Wendelstein, Vorsitzender des Jugendgemeinderats Pfullingen © Foto: Luisa Scheurer
Pfullingen / Luisa Scheurer 14.02.2019
In unserer Serie „10 Fragen an ...“ sprechen wir mit interessanten Menschen und Persönlichkeiten aus der Region. Sie erlauben uns persönliche Einblicke in ihr Leben und ihre Tätigkeiten.

Johannes Wendelstein ist bereits seit der Einführung des Jugendgemeinderats (JGR) 2015 in Pfullingen mit dabei. Der JGR ist ein Gremium, dass die Interessen der Jugend innerhalb der Stadt vertreten soll. Seit der Wiederwahl in 2017 ist der 20-Jährige sogar als Vorsitzender tätig. Johannes Wendelstein ist gebürtiger Pfullinger und will sich für seine Stadt und die Jugend engagieren. Grund genug für uns, ihm ein paar Fragen zu stellen und mehr über seine Arbeit zu erfahren.

Wie kam es, dass du angefangen hast, dich für Politik zu interessieren und dass du dich 2015 zum ersten Mal für den Jugendgemeinderat beworben hast?

Demokratie ist mir sehr wichtig. Außerdem finde ich es schön, Gedanken in die Tat umsetzen und konkrete Projekte verwirklichen zu können. Das mit dem JGR kam damals genau zu der Zeit, in der ich etwas bewegen wollte.

Wie hast du dir dann deine Amtszeit vorgestellt beziehungsweise deine Tätigkeiten im Amt?

Naja, zuerst einmal recht einfach. Aber schnell hat sich dann herausgestellt, dass es sehr viel Bürokratie gibt und dass leider deswegen auch die ein oder andere Idee an Gremien gescheitert ist. Das war Schade.

Konntest du denn sonst deine eigenen Vorstellungen im JGR umsetzen?

Meistens zum Glück schon. Die wenigen Dinge, die wir nicht verwirklichen konnten, sind dann aber schon bei der Besprechung gescheitert, sodass wir dann direkt nicht mehr weiter geplant haben.

Was plant der JGR für die nächste Zeit?

Für die Zukunft sind politische Diskussionen im öffentlichen Rahmen geplant. Wir wollen so, auch mehr Schüler mit dem Thema „Politik“ in Berührung bringen. Ansonsten versuchen wir gerade das Stadtbild jugendlicher zu gestalten.

Was sind eure wichtigsten Anliegen für die Jugendlichen?

Uns ist es wichtig ein Bewusstsein für Politik bei den Jugendlichen zu entwickeln. Man soll immer auf den JGR zukommen können, wenn man ein Anliegen hat. Unser Budget ist ja auch da um Projekte für die Jugendlichen verwirklichen zu können.

Was war bisher das Schönste oder Wichtigste, was ihr deiner Meinung nach erreichen konntet?

Wir haben viele schöne Aktionen geplant. Besonders gut gefallen hat es mir, letzten Sommer den Schlösslepark mit einer Himmelliege und neuen Sitzbänken zu verschönern.

Was lief bisher nicht so, wie ihr es euch vorgestellt hattet?

Der Jugendgemeinderat ist noch nicht zu 100 Prozent in das Stadtkonzept integriert. Viele wissen leider gar nicht, dass es uns gibt und was unsere Aufgabe als eigenständiges Gremium sind. Es kommt auch vor, dass Themen, die eigentlich für die Jugend relevant sind, ausschließlich im Gemeinderat diskutiert werden und uns im Jugendgemeinderat überhaupt nicht erreichen. Aber dafür wären wir ja da, manchmal hapert es etwas an der Kommunikation.

Fühlst du dich von den erwachsenen Politikern wie dem Bürgermeister oder den anderen Gemeinderatsmitgliedern ernst genommen?

Es ist sehr unterschiedlich. Viele der Fraktionsvorsitzenden interessieren sich für unsere Arbeit und nehmen uns auch wirklich ernst. Mit manchen von ihnen, haben wir also auch viel zu tun. Aber andere wissen teilweise wie gesagt nicht, wofür der JGR überhaupt zuständig ist und beschäftigen sich so weniger mit uns. Eigentlich müsste das alles vom Bürgermeister geregelt werden.

Würdest du anderen Jugendlichen empfehlen, sich ebenfalls politisch zu engagieren?

Auf jeden Fall. Mich hat der Jugendgemeinderat auch persönlich geprägt. Man wächst mit der Verantwortung, die einem übertragen wird und lernt, politische Prozesse besser zu verstehen.

Was hast du für dich aus deiner Tätigkeit als Mitglied des JGR gelernt?

Sehr viel. Zum Beispiel wie Politik funktionieren kann. Es ist schön, wenn man selbst etwas gestalten kann und man öffentlich wahrgenommen wird. Man zittert bei den Wahlen, wie viele Stimmen man erreichen konnte. Es ist sehr aufregend. Also zusammengefasst: Der JGR ist jede Sekunde wert.

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