Pfullingen / SWP  Uhr
Nach nur knapp acht Monaten Bauzeit feierte die Stadt Richtfest an der Sporthalle. Unfallfrei wie die bisherigen Arbeiten war auch die Finanzierung.

Der gesamte Gemeinderat und zahlreiche spätere "Nutznießer" der Sporthalle waren gekommen, um sich im gut gewärmten Zelt im Sporthallen-Rohbau vortragen zu lassen, wie rund die Dinge derzeit laufen: "Ein langgehegter Wunsch für Schulen und Sportvereine" werde in Erfüllung gehen, wenn im Herbst die Dreifeld-Halle ihren Betrieb aufnehmen soll, so Bürgermeister Rudolf Heß. Zeit- und Platz-Reservierungen soll es ja jetzt auch schon eine Menge geben, denn in der Stadt geht es in Sachen Sportstätten eng zu.

Und genau aus diesem Grunde wurde ja auch die Sportstätten GmbH gegründet, um das Bauprojekt des Berliner Architekten Herbert Hussmann zu flankieren - steuerlich, zunächst. Es handelt sich also um eine wirtschaftliche Tätigkeit, die Halle ist damit ein ganz normaler Betrieb - und so kann sie bei der Umsatzsteuer einen Vorsteuerabzug machen. Und was darf so eine Halle kosten?

Heß lobte in seiner Ansprache im Namen aller Beteiligten, dass es gelungen sei, mit dem Landeszuschuss von 730 000 Euro "die oberste Größe" dessen erhalten zu haben, was überhaupt möglich gewesen sei. Was Heß besonders gefreut hat war, dass es aus einem Fördertopf auf der Ebene des Regierungsbezirks Tübingen noch einmal ordentlich warm von oben herabregnete - mit rund 300 000 Euro.

"Pfullingen ist im Kostenplan", stellte auch der CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Hillebrand fest. Trotz einer Hangrutschung, die zu bewältigend war, liegt die Halle derzeit noch gut 200 000 Euro unter dem Kostenansatz, der für den Rohbau vorgesehen war. Hillebrand lobte die gute Kooperation aller Beteiligten bei diesem Projekt. Und selbstverständlich gaben die zum Richtfest auch laut.

Matthias Fischer von der ARGE, der Arbeitsgemeinschaft Sport in Pfullingen, dankte in erster Linie für "die Einbeziehung bei den Planungen". Auch im Detail - denn darum geht's beim nun folgenden Innenausbau - sollen die Sportvereinen konsultiert werden. "Diese Halle wird zwingend benötigt und sehnsüchtig erwartet", so Fischer. "Die Plätze sind dort ja eh schon alle längst belegt."

Jürgen Albrecht als Sprecher der Schulen hofft, "dass die Sportlehrer künftig nicht mehr nur auf Kante planen müssen". Und vor dem Richtspruch, dem Rundgang für die rund 150 Besucher und einem Gaisburger Marsch für alle, ergriff auch der eigens aus Berlin angereiste Architekt Herbert Hussmann das Wort.

Der Baumeister ist froh, mit dem Architekten Albrecht List einen Mann vor Ort an der Baustelle zu haben, mit dem er eine "sehr schöne Zusammenarbeit" pflege. Die Dinge seien bestens regelt. Hussmann lobte auch die Fachplaner und den Umstand, dass man mit "den ausführenden Firmen einen guten Griff getan haben", betonte Hussmann.