Holzelfingen Wo andere nicht klettern

Bikebergsteiger Harald Philipp geht mit den Rad dorthin, wo andere nicht mal mehr zu Fuß unterwegs sind.
Bikebergsteiger Harald Philipp geht mit den Rad dorthin, wo andere nicht mal mehr zu Fuß unterwegs sind. © Foto: Privat
SWP 01.04.2015
Harald Philipp ist Mountainbike-Profi und Bikebergsteiger zugleich. Dieser Tage war er mit Filmen und Bildern zu Gast beim Albverein in Holzelfingen, der sein Frühlingsfest in der Greifensteinhalle feierte.

Zwei "Wanderer" mit Rädern auf dem Rücken erreichen den Gipfel des Monte Cevedale. Einer der beiden stellt sich als Harald Philipp vor.

Philipp ist Mountainbike-Profi und bezeichnet sich selbst als Bikebergsteiger. Bikebergsteigen ist Mountainbiking auf Gipfeln und steilen Bergpfaden. Er befährt mit seinem Bike Wege im hochalpinen Gelände, wo viele nicht mehr zu Fuß unterwegs sein würden.

Wie so etwas aussehen kann, das stellte Harald Philipp am 21. März in einem zweistündigen Multimedia-Vortrag beim Frühlingsfest des Schwäbischen Albvereins in Holzelfingen vor. Philipp nahm die Zuschauer anhand aufwändig produzierter Filme mit in die beeindruckende Welt dieses außergewöhnlichen Extremsports. Mit viel Witz, Ironie und Lebensfreude erzählte er von seinen Bergerfahrungen und faszinierte die Zuhörer mit seinen Erlebnissen auf dem Rad.

Die Filme und Bilder der Abfahrten in den unterschiedlichsten Gebirgen ließen viele Zuschauer selbst die Aufregung und den Nervenkitzel spüren. Scheint doch dieser Sport für unsereins unvorstellbar. Wie wichtig es sei, seine eigenen Möglichkeiten und Grenzen zu kennen, wurde von Philipp ganz klar betont: "Bei diesem Sport darf man keine Zweifel haben. Ein Sturz wäre hier sehr konsequenzenreich." Dabei betonte er in seinem Vortrag immer wieder, dass neben der sportlichen Herausforderung auch die Faszination Bergwelt ein entscheidender Punkt sei. Für ihn spielen das Miteinander mit seinen "Seilpartnern" sowie der Einklang mit der Natur eine wirklich wichtige Rolle. So beginnt und endet der Vortrag auch mit Landschaftsbildern und spannt damit einen Bogen zu Philipps Überzeugung, dass doch alle Bergmenschen - ob Wanderer, Kletterer oder Biker - irgendwie gleich sind.