Reutlingen / Von Ralph Bausinger  Uhr

Die Zeit der großen Wachstumsraten ist – vorerst – vorbei. Die sich abschwächende Konjunktur macht sich auch in den Umsatzzahlen der Datatec AG bemerkbar. So steigerte der Experte für Mess- und Prüftechnik im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 30. Juni endete, seinen Umsatz nur um ein Prozent auf 53,9 Millionen Euro. Das Wachstum fiel damit deutlich geringer als prognostiziert aus. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Hans Steiner im Pressegespräch am Freitag.

Als Gewinn bleibt unter dem Strich, wie Steiner ausführte, eine „gute schwarze Zahl, sodass in weiteres Wachstum investiert werden kann“. Auf Nachfrage sprach der Vorstandsvorsitzende wie auch im Vorjahr von einer Summe im „niedrigen siebenstelligen Bereich“.

Der geografische Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Datatec AG liegt nach wie vor im Süden Deutschlands: 34 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen in Baden-Württemberg, 18 Prozent in Bayern. Nordrhein-Westfalen trägt ebenfalls 18 Prozent bei, gefolgt von Hessen mit elf Prozent. Die restlichen 19 Prozent verteilen sich auf die gesamte Bundesrepublik.

Um seinen Umsatz zu erhalten oder zu steigern, möchte und muss Datatec neue Marktbereiche erschließen. Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen unter anderem auf den Feldern Energietransfer und Elektroautos sowie in den Bereichen Power und Energie sowie Batteriespeicher. Geplant ist zudem der Ausbau des Webshops sowie der Einstieg in Systemlösungen. Auch in Zukunft möchte Datatec mit Kompetenz punkten: „Wir liefern den Kunden Entscheidungssicherheit. Wir helfen den Kunden, die richtige Entscheidung  zu treffen“, erläuterte Marketing-Manager Roland Bertler die Philosophie des Unternehmens.

Die meisten Kunden kommen  aus dem Elektronik- und Automotivebereich. Der Spezialist für Messgeräte beliefert aber auch Unternehmen aus dem Maschinenbau und Medizingerätehersteller. Und er versorgt ebenfalls  Behörden, Bildungseinrichtungen, Hochschulen und das Elektrohandwerk. Das Portfolio umfasst rund 7300 Kernprodukte von 40 Lieferanten, wichtigste Gruppe sind die Oszilloskope. Daneben vertreibt das Handelshaus ebenfalls Multimeter, Netzgeräte, Wärmebildkameras, Spectrumanalyser, Kabelprüfgeräte und Datenlogger.

105 Mitarbeiter

Die AG beschäftigte zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres am 30. Juni insgesamt 105 Mitarbeiter, das sind fünf weniger als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres. Diese Stellen sollen aber, betonte Steiner, wieder besetzt werden, was nicht einfach ist. Datatec sucht technische Berater und Ingenieure im Außendienst, sowie Leute für den technischen Support im Innendienst.

Mit dem 2016 in Spanien gegründeten Joint Venture hat das Handelshaus einen ersten Schritt ins europäische Ausland gemacht. „Wir möchten uns mittelfristig als europäischer Fachdistributor aufstellen, erläutert Steiner, der weitere Verkaufsniederlassungen anstrebt. Es gebe Gespräche, aber noch keine konkreten Ergebnisse. Mit Blick auf die aktuelle wirtschaftliche Lage strebt Steiner im laufenden Geschäftsjahr 2019/20 ein Umsatzplus von einem Prozent auf 54,5 Millionen Euro an.

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Datatec AG bleibt VfB-Sponsor

Das Systemhaus für Mess-und Prüftechnik wird auch weiterhin den VfB Stuttgart als Sponsor unterstützen. Der Vertrag wurde, wie Marketing-Manager Roland Bertler bestätigte, im vergangenen Jahr verlängert und hat eine Laufzeit bis 2022.  rab