Es ist ein weiterer Schritt in der Entwicklung der City Nord: Am 19. Mai wird der Gemeinderat  über den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Bahnhofsplan West“ entscheiden. Die Zustimmung des Gremiums gilt nach der Zustimmung im Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss als sicher. Der Bebauungsplan sieht in der Burkhardt + Weber-Straße den Bau eines Hotels und einer Radgarage vor. Das Vorhaben wird aufgeteilt.

In einem ersten Bauabschnitt wird Willi Schöller ein Hotel der Kategorie „Drei Sterne“ mit insgesamt 140 Zimmern errichten. Wenn der Gemeinderat grünes Licht gibt, will der Investor noch im Sommer loslegen. Die Fertigstellung des Hotels ist für Dezember 2021 vorgesehen, die Kosten für das achtstöckige Gebäude schätzt Schöller auf rund 20 Millionen Euro. Aus Schöllers Sicht bietet das neue Hotel ein attraktives Angebot im Businessbereich.

Ohne Zuschüsse geht’s nicht

Zufriedenheit auch bei der Stadt: Sie sei froh, dass es trotz Corona-Krise Partner gebe, die bereit seien, Investitionen zu tätigen“, sagte Baubürgermeisterin  Ulrike Hotz gestern im Pressegespräch.

Im Gegensatz zum Hotel werden der Bau der Radgarage und ihr Ausbau zur Mobilitätsstation vorerst zurückgestellt. Die ursprünglichen Planungen hatten vorgesehen, dass Schöller die Fahrradgarage im Auftrag der Stadt mitbauen sollte. Diese Lösung war jedoch daran gescheitert, dass es nach den Vorgaben des Lead-City-Programms nur dann Zuschüsse gibt, wenn die Stadt selbst als Bauherr auftritt. Mit Blick auf den engen Zeitrahmen und die schwierige finanzielle Lage lasse sich die Mobilitätsstation derzeit nicht umsetzen, sagte Ulrike Hotz. Je nach Bauweise koste, so die Baubürgermeisterin, ein Fahrradabstellplatz zwischen 3000 und 8000 Euro. Zum Vergleich: Das benachbarte Tübingen, das derzeit eine Tiefgarage für 1100 Fahrräder mit einer oberirdischen Radstation plant, geht von Kosten in Höhe von rund 5,2 Millionen Euro aus, das wären rund 5000 Euro pro Stellplatz.

Konzept noch vor der Sommerpause

Wie geht’s weiter? Noch vor der Sommerpause soll Philipp Riethmüller, Leiter der Taskforce Radverkehr, den Stadträten ein Konzept über die Standorte geplanter Fahrradabstellanlagen vorlegen. Danach wird sich die Stadtverwaltung bemühen, Zuschüsse für deren Umsetzung zu akquirieren. Erst dann wird sich auch unter der Einbeziehung der Fahrradverbände zeigen, wie viele konkreten Stellplätze und abschließbare Boxen für wertvolle E-Bikes es dann geben wird. „Ich bin mir sicher, wir kriegen das hin“, zeigte sich die Baubürgermeisterin zuversichtlich.

Wie geht’s in diesem Quartier weiter?


Nach der Fertigstellung des Hotels hat Investor Willi Schöller bereits sein nächstes Projekt zur Weiterentwickluhg des Stuttgarter Tor Quartiers in der Pipeline: Entlang der Burkhardt+Weber-Straße ist ein weiteres Ärztehaus geplant: „Da warten schon einige, große Einrichtungen, dass wir weitermachen“, sagte Schöller bei der Pressekonferenz. rab