Reutlingen Wildwuchs Einhalt gebieten

Reutlingen / JAN ZAWADIL 19.02.2014
Der "Monte Kiki" war jahrelang sich selbst überlassen. Zwischenzeitlich ist der Hügel aber derart zugewuchert, dass er nun gelichtet werden soll.

An sich ist es nur ein Hügel aus Erdaushub. Doch der nach dem früheren Gartenamtschef Peter Kick genannte "Monte Kiki" ist vielen Reutlingern längst ans Herz gewachsen und im Winter nicht nur Rodelgebiet, sondern auch Rückzugsgebiet für zahlreiche Tierarten.

Nichtsdestotrotz soll dem Wildwuchs rund um sowie auf dem "Monte Kiki" jetzt Einhalt geboten werden. Soll hier doch wieder eine artenreiche und krautige Vegetation hergestellt werden, wie Katrin Korth, stellvertretende Leiterin des städtischen Grünflächen- und Umweltamtes, dem Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstagabend erklärte.

Während die Maßnahme aus Erstpflege, Beweidung durch Ziegen sowie Nachpflege rund 10 000 Euro kosten dürfte und Fördermittel aus der Landschaftspflegerichtlinie in Höhe von 50 Prozent beantragt sind, stieß das Vorhaben aber nicht nur auf Befürworter. Vor allem die CDU mahnte mit Blick auf die Rindenschrotbahn, dass das Geld lieber für die durchgängige Instandhaltung der Laufstrecke aufgebracht werden solle. Denn: "Die ist drei bis vier Monate nicht in Schuss", meinte Rainer Löffler. "Wir verstehen die Maßnahme nicht", sagte darüber hinaus Prof. Jürgen Straub (WiR). Handle es sich beim Bewuchs doch um eine völlig normale Verwaldung. Zudem erklärte Marcellus Kolompar (Grüne), dass durch Büsche und Gestrüpp eine Artenvielfalt entstanden sei, die gleichzeitig Teil der Kulturlandschaft sei und erhalten werden sollte.

"Es ist eine Parklandschaft", erklärte hingegen Katrin Korth die jetzt geplante Maßnahme. Und die benötige ständigen Unterhalt, um negativen Entwicklungen entgegenzuwirken. Mit Blick auf die Rindenschrotbahn müsse jedoch ein grundsätzliches Thema angegangen werden. Denn da müsse vor allem an einer Stelle das Entwässerungsproblem gelöst werden.

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