Reutlingen Weiterentwicklung kommt voran

Viele Häuschen in Orschel-Hagen entsprechen nur einfachen Standards und sollen durch neue Wohnungen ersetzt werden. Foto: Privat
Viele Häuschen in Orschel-Hagen entsprechen nur einfachen Standards und sollen durch neue Wohnungen ersetzt werden. Foto: Privat
Reutlingen / JAN ZAWADIL 02.02.2013
Preiswerte Wohnungen sind in Reutlingen selten, die Ein- bis Zwei-Zimmer-Unterkünfte in Orschel-Hagen entsprechend begehrt. Die Pläne zur Weiterentwicklung des Quartiers sind nun einen Schritt weiter.

Sie sind zwar adäquat in Stand gehalten. Trotzdem befinden sich die Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen in den ein- und zweigeschossigen Zeilenbauten der Heilbronner Straße in einem "wenig befriedigenden Zustand". So fasste es Prof. Alfred Ruther-Mehlis vom Institut für Stadt- und Regionalentwicklung (IfSR) an der Hochschule Nürtingen in der jüngsten Sitzung des Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschusses (VKSA) am Dienstagabend im großen Sitzungssaal des Rathauses zusammen.

Dass er damit zweifelsohne richtig liegt, ist schon daran abzulesen, dass das in den 1960er-Jahren entstandene Quartier mit Blick auf Gebäudetechnik, Energieverbrauch und Grundrisse längst unter heutigen Standards liegt. Trotzdem ist der Wohnraum vor allem aus einem Grund begehrt: Er ist günstig.

Mit fortgeschrittener Zeit nagte aber nicht nur der Zahn der Zeit an den Häusern, auch das Durchschnittsalter der Bewohner ist zwischenzeitlich auf über 70 Jahre gestiegen. Dennoch führt kein Weg an einem grundlegenden Überdenken des Quartiers vorbei. Und das mit dem Ziel, wirtschaftliche Härten auszuschließen.

Fingerspitzengefühl war deshalb schon im Vorfeld der Überlegungen gefragt. Mit dem vom Karlsruher Architekturbüro Grünenwald und Heyl ausgearbeiteten Konzept soll nun aber eine Mischung aus Sanierung und Neubau realisiert werden und zu einem zukunftsorientierten Quartier führen. Allerdings, so Ruther-Mehlis weiter, sei es beim Einstieg in die weitere Entwicklung wichtig, letztlich auch die Sozialverträglichkeit voranzutreiben.

Schließlich gehe es doch nicht nur darum, zu einem guten Ende zu kommen, sondern auch darum, "dass die bisherigen Mieter dort weiterhin leben und weitere zuziehen können".

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