Reutlingen Wanderpokal geht erneut an Nürtingen

Jubelnde Behindertensportler beim Achalm-Cup in der Oskar-Kalbfell-Halle. Foto: Dietmar Czapalla
Jubelnde Behindertensportler beim Achalm-Cup in der Oskar-Kalbfell-Halle. Foto: Dietmar Czapalla
DIETMAR CZAPALLA 28.03.2012
Die TSG Reutlingen, Abteilung Behindertensport, richtete am Samstag die 22. Tischtennis-Mannschaftsmeisterschaft um den Achalm-Cup aus. 16 Teams traten an - am Ende waren sie alle jubelnde Sieger.

Zum landesweit größten Turnier dieser Art waren 16 Mannschaften - von Bopfingen auf der Ostalb bis Wilhelmsdorf in der Nähe von Bodensee - mit 152 Sportler, alle mit geistiger, teils auch körperlicher Behinderung, samt ihren Betreuern angereist. Vier Teams der veranstaltenden TSG sowie je zwei aus Bad Urach und von der Bruderhaus-Diakonie vervollständigten die vier Vorrunden-Gruppen mit ihren männlichen und weiblichen Sportlern im Alter zwischen zwölf und 55 Jahren. Die Kalbfellhalle war abermals der Austragungsort.

2006 hatte die Mannschaft Bad Urach 1 den imposanten Wanderpokal bereits zum achten Mal in Folge ins Ermstal entführt. In den Jahren 2007 und 2008 hieß der Sieger Nürtingen, 2009 wurde die erste Mannschaft des Gastgebers als Sieger geehrt und gefeiert, in den beiden letzten Jahren wanderte der Siegerpokal erneut nach Nürtingen.

Mit großen Hoffnungen gingen sowohl der Titelverteidiger als auch die ersten Mannschaften der Reutlingen und Uracher an die Tischtennisplatten, doch es sollte anders kommen. Während in der "Champions-League" (Platz eins bis acht) der Achalm-Cup im Vordergrund stand, wurden nach bewährtem Prinzip in der "Winner-League" (Platz neun bis zwölf) und in der "Lucky-League" (Platz 13 bis 16) ebenfalls Sieger ermittelt. In ihren schmucken Trikots spielten jeweils fünf der sechs bis sieben Teilnehmer umfassenden, gemischten Teams zunächst in der Vorrunde an insgesamt zehn Platten. Als Schiedsrichter fungierten überwiegend Jugendliche der Hermann-Hesse-Realschule. Die waren "erstaunt darüber, wie die trotz Behinderung so gut spielen können, das hätte ich nie gedacht", meinten sie.

In den Halbfinals der "Champions-League" verlor die Mannschaft Bad Urach 1 gegen Buttenhausen knapp mit 2:3, Reutlingen 1 zog gegen Nürtingen mit 1:4 den kürzeren. Im Endspiel kam es mit der Paarung Nürtingen gegen Buttenhausen zur Neuauflage des Vorjahres. Die Nürtinger Tischtennis-Spieler standen nach fünf gutklassigen Partien als 4:1-Sieger fest und konnten den von der Stadt im Vorjahr neu gestifteten Wanderpokal abermals mit nach Hause nehmen. Die Mannschaft TSG 1 wurde Vierter, die Zweite belegte den sechsten Platz, die Dritte wurde 13. die Vierte Achte. Urach 1 wurde Dritter, Urach 2 Neunter. Die Mannschaften der Bruderhaus-Diakonie erzielten die Platzierungen zehn und zwölf.

Den Wanderpokal der Stadt und die Pokale der Deutschen Olympischen Gesellschaft galt es bei der stimmungsvollen Siegerehrung mit Uwe Weber, dem Amtsleiter Schulen, Jugend und Sport, zu feiern. Erstmals dabei war auch Jan Schenk, amtierender Deutscher Meister im Zehnkampf der B-Jugendlichen, der bei den TSG-Behindertensportlern erst kürzlich die Patenschaft übernommen hat. Medaillen und Urkunden, die alle Sportler erhielten, bejubelten letztlich alle.