Reutlingen Vorwarnung: Mögliche Bombenentschärfung

Reutlingen / Carola Eissler & Giovanni De Nitto 27.07.2018

In der Baugrube Karlstraße/ Ecke Bismarckstraße liegt in vier Metern Tiefe ein Metallteil, das möglicherweise eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg sein kann.

Auf einer anberaumten Pressekonferenz gab Wolfgang Löffler, Leiter des Amts für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Reutlingen, bekannt, dass am 5. August 2018 Spezialisten beginnen, das Metallteil freizulegen.

Nach einer Luftbildauswertung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Baden-Württemberg hat sich dieser Verdacht ergeben. Sicher ist es allerdings nicht. Trotzdem bereiten sich die verantwortlichen Stellen in der Stadt, die Rettungskräfte, die Polizei, die Stadtverwaltung und viele Spezialisten, darunter die Kampfmittelexperten des Landes darauf vor, bei einer Bombenentschärfung die Bevölkerung im Umkreis von bis zu 500 m zu evakuieren. Betroffen wären dann über 3.000 Personen und auch im Nahverkehr würde es zu erheblichen Einschränkungen kommen.

Es wurde ein Vorbereitungsstab eingerichtet, dort arbeiten der Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg, die Fair Energie, der DRK Kreisverband, das Polizeipräsidium Reutlingen, die Feuerwehr Reutlingen und das Amt für öffentliche Ordnung Hand in Hand.

Informationen der Stadtverwaltung:

Wir wollen, dass Sie informiert sind und sich rechtzeitig darauf einstellen, dass Sie am Sonntag, den 5. August 2018 möglicherweise Ihre Wohnung für einige Stunden verlassen müssen. Am besten nehmen Sie sich für diesen Sonntag etwas vor, damit Sie sich gar nicht in der Wohnung aufhalten müssen.

Was geschieht nun?

Am Sonntag, den 5. August 2018 beginnen Spezialisten damit, das Metallteil freizulegen.

Die Bergungsarbeiten beginnen um 6 Uhr. Erst wenn der Metallgegenstand freigelegt ist, kann man erkennen, um was es sich handelt. Ist es ein harmloses Metallteil, ist alles gut. Die Aktion wird beendet.

Sollte es sich um eine noch funktionsfähige Bombe handeln, muss diese durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg entschärft werden. Dann beginnt der gefährliche Teil dieser Aktion. Bevor die Entschärfung der Bombe beginnen kann, müssen Sie sicherheitshalber Ihre Wohnungen verlassen. Das wäre voraussichtlich gegen 9 Uhr. Die Polizei wird Sie in diesem Fall aktuell informieren. Ebenso werden wir Sie über die WarnApp NINA informieren. Sie müssen zu Ihrem eigenen Schutz der Aufforderung Folge leisten.

Sollte es zu dieser Maßnahme kommen, wird die Stadt eine Notunterkunft in der Stadthalle einrichten. Wir empfehlen Ihnen hierzu bereits frühzeitig folgende Vorbereitung zu treffen.

  • Nehmen Sie eine Tasche oder einen Rucksack mit
  • Packen Sie sich notwendige Medikamente ein
  • Nehmen Sie eine Kleinigkeit zum Essen und Trinken mit.

Weitere Informationen

Wir werden Sie auf dem Laufenden halten. Informationen erhalten Sie über die Medien, über die städtische Homepage www.reutlingen.de und über www.facebook.com/stadt.reutlingen bzw. www.twitter.com/stadtreutlingen

Außerdem ist ein Bürgertelefon geschaltet unter der Nummer 0800-303 4444

Wir bitten Sie insbesondere, uns unter dieser Nummer vorab mitzuteilen, ob sich Personen in Ihrer Wohnung befinden oder ob Sie Nachbarn kennen, die sich nicht aus eigener Kraft fortbewegen können, weil sie krank oder gehbehindert sind. Das Deutsche Rote Kreuz wird sich dann im Falle des Falles um den Transport kümmern. Eine Notunterkunft wird in der Stadthalle eingerichtet werden.

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