Reutlingen Vortrag zu Urkunden der Reichsstadt

Reutlingen / SWP 01.12.2015

Der Bestand "Reichsstädtische Urkunden und Akten" des Stadtarchivs Reutlingen steht im Mittelpunkt eines Vortrags von Geschichtsverein und Volkshochschule heute, Dienstag, 1. Dezember, 20 Uhr, im Saal im Haus der Volkshochschule, heißt es in einer Mitteilung. Die Archivalien des Bestands stellen eine zentrale historische Quelle der Reutlinger Geschichte dar. Mit den ab dem Jahr 1298 einsetzenden pergamentenen Urkunden ist insbesondere die Zeit des Spätmittelalters in herausragender Weise dokumentiert. Enthalten sind aber auch papierne Schreiben ab dem 16. Jahrhundert etwa zur Regelung zünftischer Angelegenheiten. Aus dem bis nach dem Stadtbrand 1726 in den Gewölben der "Alten Canzley" am Marktplatz verwahrten reichsstädtischen Archiv wurde der Bestand gebildet und zwischen 1952 und 1961 durch Hermann Kalchreuter verzeichnet.

Das damals entstandene 26-bändige Findbuch wurde 2013 und 2014 in einem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt digitalisiert und nun online gestellt (stadtarchiv-reutlingen.findbuch.net). Aus diesem Anlass werden analoge und digitale "Repertorien", vor allem aber der Bestand selbst an Hand einiger ausgewählter Beispiele vorgestellt. Referent ist Gerald Kronberger, der als Mitarbeiter im Stadtarchiv die Retrokonversion des Bestands maßgeblich begleitet hat.