Reutlingen Vorhandener Belag war ungeeignet

Im Bürgerpark wurde jetzt eine gebundene Deckschicht eingebaut.
Im Bürgerpark wurde jetzt eine gebundene Deckschicht eingebaut. © Foto: Dietmar Czapalla
Reutlingen / DIETMAR CZAPALLA 20.07.2016
Die im Bürgerpark eingebaute wassergebundene Decke hielt den Niederschlagsmengen nicht wirklich stand. Deshalb musste der Belag jetzt erneuert werden.

Der Starkregen in der Nacht vom 5. auf 6. Juni und insbesondere der unwetterartige Regen am 24. Juni hatten es überdeutlich gemacht. Die im Bürgerpark zwischen Stadthalle und Echaz eingebaute wassergebundene Decke hatte den Niederschlagsmengen nicht wirklich standgehalten. Weil die sich aus gebrochenem Natursteinmaterial zusammensetzende Deckschicht vor allem in Gefällstrecken anfällig für Erosion ist, kam es so, wie es kommen musste. Von den 16, aus jeweils 100 Quadratmeter großen, durch befestigte Wege voneinander getrennten Einzelflächen, floss das Wasser, zunehmend mehr werdend nach unten ab. Die dabei verursachten Schäden an der wassergebundenen Decke waren danach nicht mehr zu übersehen.

Ein anderer Belag musste her, „sonst müssen wir ja nach jedem Starkregen immer wieder reparieren“, war von städtischer Seite zu hören. Da waren die Technischen Betriebsdienste Reutlingen (TBR) schon dabei, die vorhandenen zirka 1600 Quadratmeter Deckschicht maschinell abzutragen und abzufahren. Was anschließend mittels Fertiger maschinell eingebaut wurde, war eine mit hydraulischem Bindemittel versehene gebundene Deckschicht, die sich aus gebrochenem und kornabgestuftem natürlichem Hartgestein zusammensetzte. Damit dürfte eine, mit entsprechenden Kosten verbundene laufende Instandhaltung nach Regengüssen nicht mehr erforderlich sein.

Nach Meinung eines erfahrenen Garten- und Landschaftsbauarchitekten wie auch eines ehemals langjährigen Mitarbeiters des Stadtplanungsamtes wäre all das nicht notwendig gewesen. Beide Fachleute stimmen überein, dass nicht das ins Feld geführtes angebliches Hochwasser die Schuld trägt, sondern es sich hier um eine „Fehlplanung“ handelt. Ihrer Meinung nach hätte man auf der leicht abschüssigen Strecke zwischen Stadthalle bis zum Ende der wassergebundenen Decke „unbedingt zwei bis drei quer verlaufende Wassereinlaufrinnen einbauen müssen. Dann wäre es niemals zu diesen Ausspülungen gekommen“.

Mittlerweile ist die rund 1600 Quadratmeter umfassende gebundene Deckschicht, nachdem sie nach ihrem Einbau drei Tage lang feucht gehalten werden musste, ihrer Bestimmung übergeben worden – die notwendigen Abschrankungen sind wieder entfernt.

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