Kulturwege Von A bis Z steht das K im Mittelpunkt

Bernd Schwab vom Hauptsponsor Kreissparkasse, Sabine Hohloch vom städtischen Kulturamt, Kommissions-Mitglied Felicitas Vogel und Künstler Patrice Bérard (von links) blicken den Kulturwegen hoffnungsfroh entgegen.
Bernd Schwab vom Hauptsponsor Kreissparkasse, Sabine Hohloch vom städtischen Kulturamt, Kommissions-Mitglied Felicitas Vogel und Künstler Patrice Bérard (von links) blicken den Kulturwegen hoffnungsfroh entgegen. © Foto: Evelyn Rupprecht
Evelyn Rupprecht 12.01.2018

Das goldene K steht da wie eine Eins:  Patrice Bérard hat die Skulptur geschaffen, die die neunten Pfullinger Kulturwege durch das Jahr 2018 begleiten soll. Er hat das Motto der Veranstaltungsreihe sozusagen in Holz verewigt: „K wie Kultur“ lautet dieses Jahr der gemeinsame Nenner, unter dem mehr als 40 Angebote zusammengefasst sind. Erweitert wird das Motto noch um ein „Das machen wir“. Wobei das „Wir“ nicht nur für die zehnköpfige Kommission, in der die Künstler, das städtische Kulturamt und der Hauptsponsor Kreissparkasse vertreten sind, steht, sondern auch für die 25 Vereine, Gruppen und Organisationen, die sich übers gesamte Jahr hinweg beteiligen.

Bei „K wie Kultur“ geht es in den nächsten Monaten unter anderem um Kinder, Küche, Kirche, Kommunikation, Kino, Klassik, Kleinkunst, Kruscht und Krempel, Konzerte und Kellner-Komik, Körperkultur und das Klosterareal. Letzteres haben die Kunstschaffenden derzeit besonders im Blick. „Es wäre doch wünschenswert als Ort, an dem Kultur stattfindet“, sagt Kommissions-Mitglied Felicitas Vogel. Wobei sie zum einen darauf anspielt, dass sich ein Förderverein Kulturhaus Klosterkirche gegründet hat, der Pläne für das Areal schmiedet, zum anderen wird eines der Highlights der neunten Kulturwege am einstigen Zuhause der Klarissen stattfinden: „Kultur-Nacht- und Tag im Klosterareal“ heißt es am 30. Juni und 1. Juli.

Daran beteiligt sind nicht nur I’Kuh und KuK, die beiden Initiativen, die sich für ein Kulturhaus in Pfullingen einsetzen, sondern auch der Geschichtsverein, der Kunstkreis, das Martinskollegium, die Neske-Bibliothek und die VHS. Klassisches, Künstlerisches, Komisches, Krasses, Kritisches und Köstliches wird’s hinter dem Sprechgitter geben, kündigen die Veranstalter an, die zu dem Wochenende noch einen extra Flyer herausbringen wollen. Der dürfte indes deutlich dünner sein als das Leporello zu den gesamten Kulturwegen, das gerade erschienen ist und übers Amtsblatt in die Haushalte kommt – und damit rechtzeitig vor der ersten Veranstaltung an die Öffentlichkeit gelangt.

Der erste Kulturwege-Termin ist nämlich bereits am Sonntag, 14. Januar. Um 17 Uhr werden Florian Hartmann und Maximilian Merkle einen  Musikschul-Liederabend in der Schloss-Schule gestalten. Am 25. Januar heißt es dann „Kulturwege – Reisewege: Von Montevideo in die Antarktis“. Helga Pech zeigt im Restaurant Klostergarten ab 20 Uhr Bilder ihrer Schiffsreise in die entlegensten Regionen der Welt. Und am 1. Februar wird Patrice Bérard nicht nur das goldene K, sondern noch weitere Skulpturen und Bilder in der Stadtbücherei ausstellen. Die Vernissage, die um 19.30 Uhr beginnt, ist mit „K wie Kontraste“ überschrieben.

Die drei Veranstaltungen sind indes „nur“ Vorboten dessen, was da noch auf die Pfullinger zukommt. Denn die eigentliche, die offizielle Eröffnung der großen Reihe ist am 23. Februar in den Räumen der Kreissparkasse. Ein Ensemble der Akademie für gesprochenes Wort gibt dann das „Großstadtrauschen“ in der Kleinstadt. Ein Abend, auf den sich Bernd Schwab vom Hauptsponsor KSK schon genauso freuen dürfte wie Sabine Hohloch vom städtischen Kulturamt, die das Kulturwege-Programm mit zusammengestellt hat.

Bis Mitte Dezember wird die Veranstaltungsreihe dauern, die Konzerte, Ausstellungen, Feste, Sportevents, Vorträge, Flohmärkte und vieles mehr zu bieten hat. „Die ganze Stadt wird als Kulturraum bespielt, inszeniert, diskutiert und gefeiert werden“, ist Felicitas Vogel zuversichtlich, während Sabine Hohloch betont, wie „breit das Spektrum“ der Veranstaltungsreihe ist, die um die Jahrtausendwende zum ersten Mal stattfand und dann erst jährlich, später im zweijährigen Rhythmus wiederholt wurde.

Es soll fröhlich, spannend und kritisch werden, blicken die Kommissions-Mitglieder, die beim Aufstellen des Programms selbst überrascht waren, wie viele „Ks“ es in Pfullingen gibt, voraus auf die nächsten Monate.