Liederkranz Vom Musical in die Kunsthalle

Pfullingen / swp 13.07.2018

Für die 26 Sängerinnen des Frauenchors des Liederkranzes Pfullingen ging die Reise in diesem Jahr nach Schwäbisch Hall.  Zum Glück hatte der Wettergott ein Einsehen, und sie konnten sich –  nach  nächtlichem   Regen und tief hängenden Wolken am Morgen –  rechtzeitig zur Generalprobe der  Open-Air-Aufführung von „Saturday Night Fever“ über  eine milde Sommernacht freuen. Dieses Musical stand auf dem Programm, und mit dem passenden Wetter war das Vergnügen perfekt.

„Saturday Night Fever“ basiert auf  dem US-amerikanischen Tanzfilm von 1977, mit dem John Travolta und die Bee Gees großen Erfolg hatten. In London feierte es 1998 Uraufführung. Die Freilichtspiele Schwäbisch Hall verwandelten die Große Treppe vor der Kirche St. Michael mit ihren 53 Stufen in eine schillernde Disco der 70er Jahre und professionelle Schauspieler, Tänzer und Sänger boten eine atemberaubende  Show.

Zuvor stand eine Stadtführung auf dem Programm. Die Besucherinnen erfuhren viel über Geschichte und Gegenwart der Stadt: die schweißtreibende Arbeit der Salzsieder, die für ihre Arbeit viel Holz brauchten, was katastrophale Abrutsche in der Umgebung verursachte; das segensreiche Wirken von Johannes Brenz zur Zeit der Reformation, die heute weitgehend autofreie Innenstadt, umgeben von einem Ring von Parkhäuser, den Kunstsammler und Mäzen Reinhold Würth, den Rundbau des „Globe-Theaters“ und vieles mehr.

Es blieb auch Zeit für eigene Unternehmungen. Da lockte das Sole-Freibad mit den verschiedensten Becken, das man vom Hotel aus im Bademantel erreichen konnte. Oder die Johanniterhalle, eine ehemalige Kirche, die nun eine Sammlung Alter Meister in der Sammlung  von Würth beherbergt.

Die Führung durch die große – auch architektonisch hoch interessante – Kunsthalle Würth war für den nächsten Tag vorgesehen und fand begeistertes Interesse bei den Sängerinnen.

Weiter ging es durch das malerische Hohenloher Land nach Langenburg. Nach einem Blick auf die Burg stärkten sich die Damen bei Kaffee und Kuchen im Café Bauer, der Geburtsstätte der „Wibele“ und fuhren dann weiter nach Unterregenbach, wo ein sehr engagierter Gästeführer über die Ausgrabungen am Ende des 20. Jahrhunderts berichtete  und zum Besuch der Krypta aus ottonischer Zeit einlud. Atmosphäre und Akustik luden die Sängerinnen ein, hier unten zu singen. Wieder am Tageslicht, gab es im Schatten des Nussbaums noch eine Verkostung des Quittenseccos, den der Gästeführer den Damen offerierte.

In bester Laune fuhren die Sängerinnen zum Abendessen ins Burghotel, wo sie sich bei Irene Göbel, Gabriele Raisch und dem Busfahrer Hartmut bedankten für die erlebnisreichen und perfekt geplanten Tage.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel