Reutlingen Vieles anders als in Deutschland

Die Reutlinger Schüler in der US-Partnerstadt Reading. Foto: Privat
Die Reutlinger Schüler in der US-Partnerstadt Reading. Foto: Privat
Reutlingen / SERAINA ZIEGER, JOHANNA EITH, JENS HOLNAICHER 20.05.2014
20 Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums und des Friedrich-List-Gymnasiums waren kürzlich in den USA, wo man für zwei Wochen bei den Austauschpartnern in Reading untergebracht war.

Die Readinger hatten die deutschen Schüler bereits im September letzten Jahres für zwei Wochen in Reutlingen besucht und sie freuten sich darauf, die amerikanischen Freunde nach einem halben Jahr endlich wiederzusehen. Als der Bus an der Reading High School ankam, wurden die Gymnasiasten von den Gastfamilien herzlich empfangen. Bereits an diesem ersten Abend des USA-Aufenthaltes merkten die Schüler, dass dort vieles anders ist als in Deutschland. Man befindet sich in einem Land, in dem man offen und freundlich empfangen wurde und in dem Kreativität und Persönlichkeit eine große Rolle spielen.

Auch wenn es für jeden von den Ankömmlingen eine Umstellung war, in einem amerikanischen Haus bei einer fremden Familie zu leben, fanden sie sich schnell und gut im Alltag zurecht. Bei den Ausflügen, die sie machten, in der Highschool oder in der Stadt Reading - immer gab es für die deutschen Schüler etwas Neues zu entdecken. Beeindruckt und überrascht waren sie vor allem von den gelben Schulbussen, dem Schultag in einer amerikanischen Schule und den Häusern der Gastfamilien.

An einem Tag besuchte man New York, deren Skyline man schon von Weitem sehen konnte. Der Ausblick von der Spitze des Rockefeller Centers war faszinierend. Bevor die Ausflügler wieder zurück nach Reading fuhren, hatten sie sechs Stunden Freizeit und bekamen eine Straßenkarte, um den Times Square, den Central Park und das restliche New York in kleinen Gruppen zu erkunden. Die Austauschschüler verbrachten die anderen Tage in Philadelphia und Washington, besuchten die Redaktion des "Reading Eagle", einer ehemals deutschen Zeitung, und stellten in den "GoggleWorks" ihre eigenen Glasschalen her. Sie besuchten auch die Universität in Kutztown und gingen an einigen Tagen mit den Austauschpartnern zur Schule.

In den zwei Wochen des USA-Aufenthaltes durften die deutschen Schüler viele nette und aufgeschlossene Menschen kennenlernen, wie beispielsweise beim Empfang des Bürgermeisters oder in der Trinity Lutheran Church in Reading. Jeder erzählte ihnen etwas über den amerikanischen Alltag und über Reading. Auch in der Highschool wurden sie von vielen Schülern und Lehrern angesprochen, die ihnen Fragen stellten und auch umgekehrt ihre Fragen beantworteten.

Der Schüleraustausch mit der Reading High School wird den deutschen Schülern noch lange in Erinnerung bleiben, da sie einen Einblick in den Alltag amerikanischer Jugendlicher gewinnen und viele beeindruckende Orte in den Vereinigten Staaten sehen durften. Für jeden Teilnehmer war dieser Austausch eine Bereicherung und hat großen Spaß gemacht; manche wollten am liebsten gleich in Amerika bleiben. Aber obwohl sich die Kepi- und List-Schüler wohl gefühlt haben, freuten sie sich schon auf Zuhause und darauf, ihre Familien nach einem weiteren langen Flug wiederzusehen.

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