Eningen Viel gewandert und viel gelernt

Eningen / SWP 04.10.2012
Dieser Tage machten sich 42 Wanderer der Ortsgemeinschaft Eningen des Schwäbischen Albvereins auf zu ihrem Ausflug in den Hegau.

Die Wanderer genossen bei Brezeln, Schwarzwurst und einem Verdauungsschnäpsle den herrlichen Hegau-Panoramablick. Danach ging es weiter nach Engen zu der Perle des Hegaus. Beim Stadtrundgang gab es Erläuterungen über die Geschichte der Stadt. Dabei erfuhren die Eninger, dass die Besiedlung auf das Jahr 1086 zurückgeht. 1260 wurde sie dann Stadt. 1635 wütete die Pest, hinzu kam die Zerstörung durch den Dreißigjährigen Krieg. Am 3. Mai 1800 kam es südlich von Engen im Verlauf der Napoleonischen Kriege zu einer großen Schlacht zwischen Franzosen und Österreichern. Dabei gab es 6000 Tote und Verwundete. Die Franzosen errangen einen wichtigen Sieg. Das ist auch der Grund dafür, dass der Name Engen am Arc de Triomphe in Paris zu finden ist.

Nach diesen beeindruckenden Informationen ging es mit dem Bus weiter nach Singen. Hier teilte sich die Gruppe. Ein Teil machte sich zur Stadtbesichtigung auf. Der Großteil wanderte auf den Hohentwiel.

Bei dem Hohentwiel handelt es sich um eine der größten Festruinen Deutschlands. Auf diesem steil aufragenden Vulkanfelsen wurde bereits 914 eine Burganlage errichtet. Als Sitz der schwäbischen Herzöge erlangte die Burg große Bedeutung. Nach dem Jahr 1000 ging sie in den Besitz der Zähringer über. Seit dem 16. Jahrhundert war sie württembergische Exklave im österreichischen Gebiet. Herzog Ulrich ließ sie zur Landesfestung ausbauen. Im 18. Jahrhundert wurde daraus ein württembergisches Staatsgefängnis. 1801 schließlich ordnete Napoleon persönlich an, die Festungsanlage zu schleifen.

Nach diesen vielen interessanten Informationen und dem herrlichen Rundblick bis zum Bodensee, Schwarzwald und den Alpen machten die Eninger sich auf zur Rückfahrt. Nachdem sie die Gruppe von dem Singener Stadtrundgang aufgenommen hatten, ging es über Stockach, Messkirch und Sigmaringen nach Kettenacker. Hier genossen sie ein gutes Abendessen mit zünftiger Ziehharmonikabegleitung des Wirtes in der Brauereigaststätte Löwen.

Bei der Heimfahrt waren alle froh, dass sie einen so schönen Tag erleben durften. Dafür dankten sie Josef und Margret Härle, die diesen Tag gestaltet haben.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel