Wenn es um die Gesundheit ihrer Kinder geht, sind Eltern selbstverständlich sehr hellhörig. Dies umso mehr, als der Labormediziner Rudolf Seuffer im Sommer bereits vor möglichen Legionellen und Keimen warnte, die von den neuen Wasserspielen im Bürgerpark ausgehen könnten.

Kurz vor der „Einwinterung“ am 24. Oktober, so nennt die Stadt das Abstellen der Fontänen bis ins Frühjahr, beschäftigte sich der Umweltausschuss nun noch einmal mit der beliebten Attraktion für Kinder.

Nur mit einem geschlossenen Trinkwasser-Kreislauf sollte die Anklage betrieben werden, verlangte Jürgen Straub von der WiR-Fraktion. So könnten die Risiken minimiert werden. Denn in der Tat hatte das Gesundheitsamt bereits eine leicht erhöhte Keimzahl festgestellt, jedoch die Ergebnisse seiner Proben als gesundheitlich unproblematisch eingestuft. Von Legionellen war keine Spur.

Um alle möglichen Risiken auszuschließen, versprach Bürgermeisterin Ulrike Hotz, dass nicht nur weiterhin alles genau beobachtet würde, auch wurde in der Sitzung das weitere Vorgehen mitgeteilt. Demnach wird es künftig höhere Reinigungsintervalle des Brauchwassers geben, was insgesamt mit bis zu 2000 Euro im Monat zu Buche schlagen werde.

Das verwendete Wasser wird ab der kommenden Saison nun zweimal – statt bislang einmal – pro Woche gereinigt. Die Vernebelungsdüsen werden nur noch mit Trinkwasser betrieben. Bereits eingeführt wurde eine automatisierte Wasserentleerung, die die Nachspeisung von frischem Wasser jederzeit sicherstelle, so die Stadt.

Und was die „Optik“ angeht: An den Fontänen gibt es durch Eintrag von mineralischen Stoffen wie Sand und Schotter tatsächlich auch sichtbare Eintrübungen, die jedoch hygienisch unbedenklich seien.

Und Tipps für die Eltern und Hundehalter gab es auch: Durch die Tiere, durch Baby-Windeln, zum Teil schmutzige Kinderpopos „und sonstige organische Einträge“ komme es natürlich zu einer erhöhten Verschmutzung. „Hier kann nur an die Vernunft der Eltern appelliert werden“, heißt es. Jürgen Herdin