Seit Anfang März ist die Gartenstraße für den Verkehr gesperrt,  ab kommender Woche münden die Arbeiten in die Schlussphase ein. „Wir sind jetzt auf der Zielgeraden“ sagt Bernd Eger, stellvertretender Leiter des Amtes für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt, am Freitag beim Sommermedientermin vor Ort. Somit können die Stadtbusse, wenn nichts Unvorhergesehenes mehr passiert, ab 9. September die Gartenstraße als zentrale Verkehrsachse nutzen. Dann wird alle zwei Minuten ein Stadtbus die zwischen Mauerstraße und Kaiserstraße gelegene Verbindung in beide Richtungen befahren.

Noch fehlt die letzte Belagsschicht: Ab Montag, 12. August, bringen die Arbeiter der Reutlinger Firma Adolf List Bauunternehmung eine Epoxidharzbeschichtung mit Splittstreuung auf. Damit soll, wie Eger sagte, der Belag optisch aufgewertet werden. Acht reine Arbeitstage dauert das Aufbringen auf dem rund 730 Meter langen Straßenabschnitt. Das Wetter muss aber mitspielen. „Wenn es regnet, dann haben wir ein Problem“, sagt Projektleiter Jochen Strey. Schließlich braucht die Epoxidharzbeschichtung vier Stunden um zu trocknen. Bis zum 24. August ist die Straße vollständig abgeriegelt, Fußgänger und Radfahrer können die Gartenstraße jedoch an ausgewählten Stellen überqueren.

Eger ist stolz darauf, dass die Sanierung der Gartenstraße in einem halben Jahr geschafft worden ist: „3,2 Millionen Euro verbaut man sonst nicht in sechs Monaten“, betont der stellvertretende Tiefbauamtschef. Und auch die Zusammenarbeit mit den Anwohnern habe sehr gut funktioniert, betonen Eger und Strey übereinstimmend.

Neben den Pflasterarbeiten, die noch nicht komplett abgeschlossen sind, müssen auch noch die fünf Buswartehäuschen aufgestellt werden. Eines für jede der fünf neuen Haltestellen, die in der Gartenstraße eingerichtet wurden. Alle Haltepunkte sind barrierefrei und mit einer digitalen Fahrgastinformationsanzeige ausgestattet. Und an allen Kreuzungspunkten wurden Blindenleitelemente angebracht.

Die 70 weggefallenen Stellplätze können laut Eger durch Plätze in den Parkhäusern kompensiert werden.

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Millionen Euro wird die Herstellung der Gartenstraße als zentrale Achse für das neue Stadtbusnetz kosten. Die Stadt ist stolz über den zügigen Baufortschritt.