Dorffest Vereine und Besucher trotzten Regen

Musik auch im Regen: Der Musikverein markierte den Auftakt zum Dorffest in Eningen.
Musik auch im Regen: Der Musikverein markierte den Auftakt zum Dorffest in Eningen. © Foto: Böhm
Eningen / Gabriele Böhm 23.07.2018

Vier Promis und ein Fass. Am Samstagmittag beobachteten mehrere Hundert Festgäste beim 17. Eninger Dorffest der Vereine gespannt, wie Bürgermeister Alexander Schweizer zusammen mit den Bundestagsabgeordneten Jessica Tatti, Michael Donth und Pascal Kober den Fassanstich wagte.

Schweizer dankte allen, die sich für das Fest engagierten. Es findet seit 1984 alle zwei Jahre statt. „Damals war allein der TSV Eningen mit sieben Abteilungen vertreten“, so der Bürgermeister.

Den Auftakt machte am Samstag der Gesangverein Eningen  mit fröhlichen Volksliedern. Zwischenzeitlich wurde der Regen stärker, doch die Musiker waren sicher unter einem Dach untergebracht. Auch dem Musikverein, der das Festpublikum mit flotten Märschen unterhielt und schon beim allerersten Fest dabei war, regnete es nicht in die Tuba.

Auch die Stände ließen keine Wünsche offen. Paula (10) und Helena (9) von den Achalm-Finken betrieben ein schwunghaftes Geschäft mit selbstgemachten Waffeln und sammelten damit für den Gesangverein. Beim SKV gab es kulinarische Köstlichkeiten. Die Waldgeister versetzten mit der Deko ihres Getränkestands schon fast in die Karibik, bei der DLRG konnte man beim Dosenwerfen schicke Wasserbälle gewinnen.  Beim Stand des peb2 konnte man das Glücksrad drehen und vielleicht kostenlose Trainingsstunden ergattern. Sich auf Schwäbisch,  Hochdeutsch, Englisch oder Französisch unterhalten bot das Partnerschaftskomitee an.

Robin Dorau von der Naturfreundejugend erläuterte die Aktivitäten der sehr engagierten Jugend. „Wir wollen, dass die Kinder beispielsweise bei der Biotoppflege oder durch einen Besuch beim Imker ein eigenes Verständnis für die Natur entwickeln“, erklärte er.

Der Schwäbische Albverein sorgte mit einem Korb für Bewegung beim Discgolf. Bei den Modellbahn-Begeisterten „MIST72“ schauten viele begeistert den Zügen zu, die sogar um eine Blumenrabatte am Rathaus fuhren. „Wir haben extra Modelle für Kinder aufgebaut, die sie selbst auch einmal steuern dürfen“, so Rolf Gammertinger.

Für Kinder trat die Kasperkiste auf, auf dem Schillerschulhof gab es weitere Attraktionen. Abends wurde Musik für jeden Geschmack geboten.

„Es ist nur schade, dass mehrheitlich entschieden wurde, dass das Fest erst um 13 Uhr beginnt“, sagte Alexander Beck von den Jedermännern. „Die Leute wollen hier doch um 12 Uhr Mittagessen.“ Man habe zwar eine Sondergenehmigung, mit der man um 11 Uhr Essen ausgeben dürfe, aber wenn der offizielle Beginn zwei Stunden später sei, habe man Einbußen beim Geschäft. „Für viele ist die Zeit von 11 bis 23 Uhr aber auch einfach zu lang. Die Leute sind nicht mehr so leicht bereit, sich für einige Stunden an den Stand zu stellen.“

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