In Reutlingen hat Anneliese Maußhardt viele Projekte angestoßen und lange im Gemeinderat gewirkt. Jetzt ist sie im Alter von 92 Jahren gestorben.

Sie war eine der ersten Frauen im Gemeinderat

1971 wurde Maußhardt als eine der ersten Frauen in den Gemeinderat gewählt, dem sie bis 1984 angehörte. Eine Periode lang, von 1979 bis 1984, saß sie für die SPD im Kreistag. Den Reutlinger Tagesmütterverein hat sie 1973 gemeinsam mit Susanne Hubberten gegründet, das Tagesmütter-Modellprojekt wissenschaftlich begleitet. Maußhardt beteiligte sich darüber hinaus in vielen anderen Bereichen – vom Frauenhaus über die Volkshochschule und die  Arbeiterwohlfahrt bis zur Seniorenbetreuung. Im Jahr 1987 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz für ihr soziales Engagement ausgezeichnet.

Ein breites gesellschaftliches Engagement

„Man kann nicht immer nur im eigenen Schüssele rühren“, hatte sie bei ihrem 80. Geburtstag gesagt. Es sei wichtig, nicht im eigenen beruflichen Saft zu schmoren, sondern mit Leuten zusammenzukommen, die etwas ganz anderes machen. Eine Maxime, der sie mit ihrem breitem gesellschaftlichen Engagement gerecht geworden ist.